Familie Höing gewinnt Preisausschreiben von TransFair e.V. und besucht Kaffeeplantage in Costa Rica

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Von links: Felicitas, Annette, Andreas und Valentin Höing.

Dülmen. Auf frischen Kaffeeduft am Morgen mögen Annette und Andreas Höing nicht verzichten. Das Besondere: Sie achten bei dem Wachmacher auf Produkte mit Fairtrade-Siegel und besitzen Kaffeebohnen, die sie selbst von einer Plantage aus Costa Rica mitbrachten. Als Hauptgewinn eines Preisausschreibens reisten die Dülmener über Ostern nach Zentralamerika.

„Eigentlich wollten wir nur einen Kaffeebecher gewinnen“, erinnert sich Annette Höing lachend an das vergangene Jahr. Im Sommer entdeckte Sohn Valentin in einer Pfadfinderzeitschrift das Gewinnspiel des Vereins TransFair e.V. Die Entwicklungshilfeorganisation vergibt an Betriebe, die vorgegebene Standards in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales einhalten, das Fairtrade-Siegel. 

„Aufgabe war es, die Siegel mindestens 25 fair gehandelter Produkte auszuscheiden und einzusenden“, so Annette Höing. Gemeinsam mit Ehemann Andreas, Sohn Valentin und Tochter Felicitas machte sie sich ans Werk. Am Ende des Preisausschreibens erhielt die Familie den erwünschten Thermobecher. Dann im Dezember 2017 ein weiterer Brief von TransFair e.V. in die „Fairtradestadt“ Dülmen. Der Inhalt: Hauptgewinn. Reise nach Costa Rica. 

„Wir konnten das zunächst gar nicht glauben“, so Familienvater Andreas Höing, der als Lehrer am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg die Fächer Mathe und Religion unterrichtet. Doch der Überraschung folgte schon bald die Freude. Und so flogen die Höings über Ostern 2018 für zwei Wochen in das entfernte Land. „Wir haben viele Tiere gesehen, zum Beispiel Kolibris, Geckos und Echsen und die Affen besuchten uns quasi beim Frühstück“, so die 14-Jährige Felicitas. 

Das von TransFair e.V. gestaltete Programm der Reise sah zunächst einen Aufenthalt in Costa Ricas Hauptstadt San José vor. „Das Land ist im Vergleich zu vielen anderen, beispielsweise afrikanischen Staaten, wirtschaftlich weit entwickelt“, so Andreas Höing. Beeindruckt zeigte er sich von dem Besuch einer Fairtrade-Kaffeeplantage bei Atenas. „Die Kaffeebohnen wurden von den Arbeitern in Körben geerntet. In ein Korb passten je 13 Kilogramm an Bohnen“, erklärt CBG-Schülerin Felicitas. 

„Wir haben gesehen, dass Geld, das wir für Fairtrade-Produkte ausgeben, zumindest auf der Plantage in Costa Rica definitiv ankommt“, so Andreas Höing. Ein Korb sei in einer Dreiviertelstunde gefüllt, dafür bekomme jeder Arbeiter zwei Dollar. Zudem gibt es selbstverständlich keine Kinderarbeit auf der Plantage. „Wir kaufen regelmäßig ,faire Produkte‘ – besonders bei Fruchtsäften, Kaffee und Schokolade fällt das leicht, da diese in den großen Discountern erhältlich sind“, wirbt Andreas Höing für den vermehrten Kauf von „fairen Produkten“. 

„Ich selbst wäre nie auf die Idee gekommen einen Familienurlaub nach Costa Rica zu planen, aber ich bin dankbar für diese Reise“, schmunzelt Annette Höing. Sie zeigte sich begeistert von der Vielzahl an frischen Früchten, die die Familie verspeiste – und vom Kaffee aus Arabica-Bohnen. Dieses Mitbringsel aus Lateinamerika trinken die Höings nun in Dülmen.

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