Vorbereitung auf Exkursion laufen

Eine Welt im Table-Top-Format: Modellbahn-AG des AvDHG stellt TT-Anlage fertig

+
Sind auch ein wenig stolz auf ihre fertige TT-Anlage: Modellbahn-AG-Leiter Helmut Liedtke und die AG-Mitglieder Alexandra Seibt, Annika Bienhüls, Marc Frerich, Eric Walz und Jannik Uhlending (von links; es fehlt Arne Reiberg).

Dülmen. Vier Quadratmeter Grundfläche, fünf Züge, die 20 Minuten lang automatisch fahren, halten und pausieren, ein Bahnhof in „Mobach“, ein zweiter Bahnhof in „Obermobach“ und ein Schattenbahnhof mit vier Gleisen, rund 50 Gebäude, jede Menge Bäume, Sträucher, Straßen und bald schon 140 Personenfiguren: Das sind Daten der Modellbahnanlage, die die Modellbahn-AG des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums (AvDHG) fertiggestellt hat.

Solche „Schrebergarten“-Modelle baut die AG während der Projekttage des AvDHG.

„Die ganze Anlage ist im Table-Top-, dem TT-Format, gebaut – mit dem Maßstab 1:120. Damit kann man auf gleicher Fläche viel mehr Elemente platzieren als bei einer H0-Anlage im Maßstab 1:87“, erklärt AG-Leiter Helmut Liedtke. Alle Gleis-, Zug-, Steuerungs-, Gebäude-, Landschaftsbau- und Figurenelemente wurden von den jeweiligen Herstellern gratis zur Verfügung gestellt. „Nur Farbe und Holz musste von Seiten der Schule bezahlt werden“, so Liedtke. Präsentiert wird die Anlage bei der Messe „Intermodellbau“ 2021 in den Westfalenhallen in Dortmund und 2021 bei der Firma Auhagen in Marienberg im Erzgebirge – der Firma, die sämtliche Gebäudemodelle zur Verfügung gestellt hat.

Feine Arbeit: die handbemalten Figuren für die TT-Anlage.

„Mit das Schwierigste war die Konzeption der Anlage und der technische Rohbau mit Bergmodellbau, Dutzenden Weichen und 20 elektronischen Dekodern. Für die automatische Steuerung der Züge und Details wie Signalhornklang an bestimmten Stellen ist die Anlage in 48 elektrische Sektoren unterteilt. Das alles musste stehen und mit dem Viessmann-Commander so programmiert sein, dass alles funktioniert. Erst dann konnte die Landschaftsgestaltung in Angriff genommen werden“, so Helmut Liedtke. Inzwischen ist soweit alles fertig, und nur noch 140 Personenmodelle müssen drauf. Eine Sache hoher Konzentration ist das Bemalen der Rohlinge mit feinen Pinseln.

Immer wieder mal waren Mitglieder der AG mit Helmut Liedtke auch nach Rorup gefahren. Ein Privatmann dort hatte sich gewünscht, dass ein Berg im Schnee gestaltet wird. „Wir haben dafür den ,Grasmaster 2.0’ der Firma Noch verwendet“, so Helmut Liedtke. Als Mitglied im Bundesvorstand des Modellbahnverbands (Moba) in Deutschland platzierte Helmut Liedtke einen Beitrag über diesen „Schneeberg“-Bau in der Moba-Mitgliederzeitschrift.

„Als ich auf der Spielwarenmesse in Nürnberg war, traf mich der Geschäftsführer der Firma Noch. Er war so begeistert von dem Beitrag und der AG, dass er uns zu einem Besuch der Firma und zu einem Modellbau-Workshop mit dem Chefdioramenbauer der Firma einlud.“

Die Woche, in der im AvDHG nach den Sommerferien Projekttage stattfinden, bietet nun die zeitliche Chance dazu. „Einen Tag fahren wir mit der Bahn nach Wangen im Allgäu – neun Stunden mit fünf Mal umsteigen. Am zweiten Tag haben wir erst eine Führung durch den Betrieb mit Hochregallager, Tiefzieherei und Lascercut-Produktion. Beim anschließenden Workshop mit Karl-Heinz Echteler bauen alle AG-Mitglieder ein Modell vom Typ ,Waldhütte’. Am dritten Tag geht’s wieder nach Dülmen“, so Helmut Liedtke.

Am Donnerstag und Freitag baut die AG in der Schule dann „Schrebergarten“-Modelle, die sie am Samstag, dem Präsentationstag der Projekttage, zeigen und zugunsten künftiger Anschaffungen der AG verkauft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare