Ehemalige Josefschüler feiern 70-jähriges Jubiläum der Schulentlassung

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Zwölf ehemalige Schülerinnen der Dülmener Josefschule trafen sich am Donnerstag zum „Klassentreffen“ im Haus Waldfrieden.

Dülmen. Im Jahr 1948 drückten sie letztmalig gemeinsam die Schulbank. Genau 70 Jahre später versammelten sich zwölf ehemalige Schülerinnen der früheren Dülmener Josefschule zum „Klassentreffen“.

Aus Sythen, Billerbeck und Lüdinghausen reisten die Damen am Donnerstag ins Haus Waldfrieden. Eingeladen hatte Gertrud Kersting, Organisatorin des Treffens. Diese ließ alte Geschichten aufleben: „Ein Jahr nach der Einschulung wurde unsere Klasse zur reinen Mädchengruppe“, erinnert sich die 84-Jährige. 

In der Zeit während des Zweiten Weltkriegs klingelte Hausmeister Karl Hullermann dann regelmäßig zum Voralarm. „Eine schreckliche Zeit“, so die Organisatorin. Nach dem Krieg zogen die Schülerinnen aus ihrem größtenteils zerbombten Schulgebäude in eine Baracke nahe des alten Gymnasiums. Mit Holzschuhen an den Füßen liefen viele der Jugendlichen eine halbe Stunde lang aus dem Dernekamp zur Schule. Das Highlight in der Baracke sei ein warmer Ofen gewesen. Zudem wurde in dem Provisorium auch eine Jungenklasse unterrichtet: „Da machten kleine Liebesbriefe die Runde“, schmunzelt Kersting. „Im Religionsunterricht musste ich immer draußen auf dem Flur stehen, weil ich evangelisch getauft war“, erinnert sich dagegen Maria Böing an rigorose Methoden der damaligen Zeit. 

Das „Klassentreffen“ soll auch 2019 stattfinden. „Wir sind noch 32 von damals 60 Schülerinnen“, erklärt Kersting. Auch Auswanderer sind dabei: Leni Weiss lebt seit 1951 in Kanada. Sie sendete „Kuchengeld“ zum Jubiläum. Die 50 Euro spendeten die Ehemaligen an „Andheri“.

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