Drei neue Bestattungsarten: Neuer Bauplan für den Waldfriedhof vorgestellt

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Am Freitag trafen sich die Vertreter des Initiativkreises „Kolumbarium“ mit dem Friedhofsausschuss, um die aktuellen Pläne für die Baumaßnahmen am Waldfriedhof durchzugehen.

Dülmen. „Anders als viele andere Friedhöfe hat der Waldfriedhof kein Platzproblem“, begann Günther Fehmer, Leiter der Zentralrendantur, die Vorstellung der aktuellen Pläne. Der Raum von rund 15 Hektar soll in Zukunft für neue Grabarten genutzt werden. „Eigentlich war der Waldfriedhof für Sarggräber ausgelegt.

Der Trend der letzten Jahre zeigt aber, dass es immer mehr in Richtung Urnengräber geht“, fuhr Fehmer fort. „Darauf wollten wir reagieren.“ Ein entscheidender Impuls kam aus der Bevölkerung selbst. Der Initiativkreis „Kolumbarium Dülmen“ wandte sich an die Rendantur und stellte ihre Ideen vor. „Wir haben uns vor gut zwei Jahren getroffen, um über ein Kolumbarium (Urnenwand) für Dülmen nachzudenken“, erzählte der Sprecher des Initiativkreises, Wolfgang Schreiber. „Wir haben unsere Überlegungen an den Friedhofsausschuss St. Viktor weitergegeben, und dieser hat sich an den Landschaftsarchitekten Rolf Teschner gewandt.“

In Kooperation mit dem Ausschuss überlegte sich Teschner basierend auf den Wünschen des Initiativkreises ein Konzept, welches neben dem Kolumbarium zwei weitere neue Bestattungsformen beinhaltet. „Neben der Urnenwand, die auf einem Hügel entstehen soll, werden Baumgräber und Urnenbestattungen im Wald in Zukunft möglich sein“, stellte Teschner die einzelnen Bestattungsmöglichkeiten vor. „Diese sind nicht nur pflegeleicht, sondern spiegeln den Charakter des Waldfriedhofs wider.“ Ein Vorteil für die Kirchengemeinde und für Angehörige.

Das Kolumbarium entsteht auf einem angelegten Hügel, der dem keltischen Grabhügel gleichkommt. In einer modernen Neuinterpretation soll dieser optisch und funktional mit einer Urnenwand verbunden werden. „Wir erhöhen dadurch das Angebot an Bestattungsmöglichkeiten, um so auf die persönlichen Bedürfnisse der Bürger noch präziser eingehen zu können“, freut sich Dechant Markus Trautmann. Auch der Initiativkreis zeigte sich sehr erfreut über die Umsetzung und Zusammenarbeit. „Unsere Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sie wurden sogar übertroffen“, äußerte sich Manuela Prost. Jetzt soll es in die konkrete Planung übergehen, sodass im Herbst die ersten neuen Bestattungsformen angeboten werden können.

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