„Dorfzentrum 2.0" – Signale in Merfeld stehen auf grün

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Ortsvorsteher Helmut Temming stellte das Merfelder Projekt den Teilnehmern des projektbegleitenden „Forums Versorgung und Mobilität“ des Modellvorhabens „Dorfzentrum 2.0“ vor.

Dülmen. Die Planungen für einen Dorfladen und den Start des Bürgerbusses in Merfeld schreiten weiter voran

„Alle Signale stehen auf grün“, erklärte Ortsvorsteher Helmut Temming in dieser Woche den Teilnehmern eines Workshops im Rahmen des Modellvorhabens „Dorfzentrum 2.0“.

Der Kreis Coesfeld hatte in das Bendix-Forum eingeladen, um die aktuellen Entwicklungen an den drei Standorten vorzustellen – neben Merfeld sind auch Olfen-Vinnum und Nottuln-Darup Teil des Modellvorhabens. Ziel ist es, vorbildhafte und übertragbare Lösungen zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Mobilität in kleinen Ortsteilen im Kreis Coesfeld zu erarbeiten und umzusetzen. So sollen die Ortsteile belebt, Waren- und Dienstleistungsangebote für Bürgerinnen und Bürger verbessert und gleichzeitig neue Mobilitätsmöglichkeiten geschaffen werden.

In Merfeld wird seit einem Jahr intensiv am „Dorfzentrum 2.0" gearbeitet – mit Erfolg. Bereits die erste Infoveranstaltung war gut besucht, anschließend gründete sich zunächst ein Arbeitskreis engagierter Bürger. Im September vergangenen Jahres erfolgte dann als wichtiger Meilenstein die Gründung einer bürgerschaftlich getragenen Unternehmensgesellschaft, bei der sich mehr als 200 Merfelder bereit erklärten, sich auch finanziell am Dorfzentrum zu beteiligen. 

Als zentrale Einrichtung des „Dorfzentrums 2.0" soll zunächst ein Dorfladen entstehen, so dass Einkäufe endlich wieder vor Ort möglich werden. Hinzu könnten dann weitere ergänzende Angebote kommen. Nächste Schritte sind jetzt Verhandlungen mit Vermietern und Lieferanten, die finale Entscheidung in der Standort-Frage sowie die konkrete Laden- und Sortimentsplanung. „Wir werden die gute Stimmung in Merfeld nutzen und diese Aufgaben jetzt angehen“, machte Helmut Temming deutlich.

Auch für den zweiten Baustein des „Dorfzentrums 2.0" stehen die Signale auf grün: Ziel ist es, dass der Bürgerbus im Sommer seine Fahrten aufnimmt und dann Merfeld sowie Hausdülmen besser mit der Innenstadt und dem Bahnhof verbindet. Das Engagement der Bürger war auch hier Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung. Bereits im vergangenen Sommer hatte sich der Bürgerbusverein Merfeld-Hausdülmen gegründet. Derzeit wird noch die genaue Linienführung wie auch die Fahrzeugauswahl abgestimmt. „Wenn der Bürgerbus gut angenommen wird, könnte das Angebot auch auf andere Ortsteile ausgeweitet werden“, erklärt Astrid Wiechers, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung der Stadt Dülmen.

Der Kreis Coesfeld ist mit dem Projekt „Dorfzentrum 2.0“ eine von deutschlandweit 18 Regionen, die an dem Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur teilnehmen.

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