Dietmar Rabichs „Wasserschloss“-Foto überzeugte die Jury

Dietmar Rabichs „Wasserschloss“-Foto überzeugte die Jury
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Dietmar Rabichs Foto vom "Wasserschloss" in der Speicherstadt Hamburg konnte beim Wettbewerb überzeugen.  

Hausdülmen. Vielen Dülmenern ist Dietmar Rabich – Mitglied der 20-köpfigen Fotogruppe „moment mal“ – bekannt: Sei es als Vorstandsmitglied des Heimatvereins Dülmen, als Dozent von Fotokursen der Volkshochschule in Dülmen, als Autor der Dülmener Heimatblätter und unter anderem auch als – zusammen mit Erik Potthoff – Autor und Fotograf des Bildbands „Dülmen – gestern und heute“ zum Jubiläum 700 Jahre Stadt Dülmen. Spätestens seit 2016 ist er auch der Wikimedia-Community ein Begriff. Denn 2016 kürte eine Jury eines seiner Fotos zum besten Motiv des Wettbewerbs „Wiki Loves Monuments 2016 in Deutschland“. Tausende Motive waren allein aus Deutschland eingesandt worden bei dem laut Guinness-Buch der Rekorde größten Fotowettbewerb der Welt, bei dem allein 2012 rund 360 000 Fotos aus 30 Staaten eingereicht wurden.

„Das Bild zeigt ein beliebtes Motiv in Hamburg, das Weltkulturerbe Speicherstadt. Durch die Brücke im Vordergrund ergibt sich ein neuer und besonderer Blickwinkel. Die gelungene Lichtführung arbeitet die Strukturen des Brückenstahls sowie der typischen Klinkerbauweise besonders gut heraus“, heißt es auf der Siegerurkunde von Wiki Loves Monuments Deutschland 2016, die Dietmar Rabich im November 2016 in Berlin bei der Siegerehrung für die zehn besten Wiki-Loves-Monuments-Deutschland-2016-Bilder überreicht bekam.

„Als Preis gab’s für mich ein Wochenende im Kloster Stift zum Heiligengrabe bei Wittstock in Brandenburg – ein tolles Denkmal nationalen Ranges mit vielen Motiven“, berichtet Dietmar Rabich. Er fuhr gemeinsam mit Gisbert Rode aus Münster, mit dem er immer wieder Fotoexkursionen unternimmt und 2017 in der Stadtbücherei Dülmen die Ausstellung „Bäume und Träume“ durchgeführt hat, dorthin. 187 Fotos von dem Wochenende in dem Ende des 13. Jahrhunderts gegründeten Kloster – aufgenommen mit einer von Wikimedia Österreich zur Verfügung gestellten Profikamera-Ausrüstung – finden sich auf Wikimedia im Internet.

Das Foto vom alten VW-Heizkraftwerk – Wahrzeichen Wolfsburgs: Platz 4 bei Wiki Loves Monuments in Deutschland 2013.

Insgesamt sind es jedoch über elftausend Fotos, die unter https://commons.wikimedia.org bei der Suche nach Dietmar Rabich aufgezeigt werden – allesamt hoch aufgelöst und bei Autoren-Nennung frei verwendbar. Viele Fotos entstanden in Dülmen und Umgebung, aber auch bei Urlauben im Ausland. Auf www.rabich.de hat man über Verlinkungen Zugriff darauf. Selbst Bilder aus der DDR aus den 1980er Jahren sind dabei. „Ich finde wichtig, dass Kulturdenkmäler fotografisch dokumentiert werden und diese Fotos öffentlich zugänglich sind. Das hat man gesehen in Syrien und Afghanistan, wo herausragende Monumente von jetzt auf gleich zerstört wurden“, so Dietmar Rabich, der als Software-Entwickler bei Westlotto in Münster arbeitet und dort auch Fotoausstellungen macht.

Und so hat Dietmar Rabich als Ziel, in den nächsten Jahren alle 126 Denkmäler auf dem Gebiet der Stadt Dülmen abzulichten. Bei einem Urlaub auf Juist erfragte er sich im Rathaus der Inselgemeinde die Denkmalliste, stellte sie ins Internet und begann damit, Denkmäler auf Juist zu fotografieren.

Er guckt dabei nicht auf die Uhr: „Es geht mir darum, hochwertige Fotos zu machen – etwa mit der richtigen Perspektive und dem richtigen Licht.“ Oft ist er früh morgens unterwegs – das Licht ist klar und es sind wenig Leute unterwegs. Und für den Dülmen-Bildband holte er sich Infos aus dem Internet, wann die Vorderseite des Schlosses Buldern von Sonne beschienen wird. „Das war nur an ein paar Tagen im Juni der Fall“, so Rabich.

Manchmal war auch seine Frau Heike seinerzeit mit dabei, wenn er sich zum Fotografieren auf die Straße stellen musste.

Mit welcher Kamera er seine Bilder macht ist ihm dabei egal. „Ich habe Modelle verschiedener Hersteller. Hauptsache, sie leisten das, was sie sollen.“ Wichtig ist ihm allerdings, Fotos möglichst mit Stativ zu machen. Blitzgeräte kommen bei ihm höchst selten zum Einsatz.

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