Delegation der Andheri Kinder- und Leprahilfe e.V. Dülmen überreichte Spende

Die Generaloberin der Helpers of Mary Schwester Stella nahm „Paul“ und die weiteren Geschenke aus den Händen der 13-köpfigen der Andheri Kinder- und Leprahilfe Dülmen entgegen.

Dülmen. Der blaue „Paul“, ein Filtersystem für sauberes Trinkwasser, hat sein Ziel erreicht. Mitte Januar dieses Jahres brachte eine 13-köpfige Delegation unter Leitung des Vorsitzenden des Vereins „Andheri Kinder- und Leprahilfe e.V. Dülmen“, Bernd Schmitz, das Gerät persönlich nach Mumbai/Andheri, Indien zur Ordensgemeinschaft der Helpers of Mary.

Herzlich wurde die Gruppe von der versammelten Schwesternschaft im Generalat des Ordens empfangen. „Nach einem gemeinsamen köstlichen Begrüßungsessen sowie einer zu Herzen gehenden, bunten Tanzaufführung durch die Mädchen, die bei den Schwestern ein behütetes Zuhause gefunden haben, konnten wir Sr. Stella, Generaloberin des Ordens, den ,Paul’, zusammen mit weiteren Sachspenden für die Versorgung bedürftiger Menschen, übergeben“, informiert Sabine Reinermann von der Andheri Kinder- und Leprahilfe Dülmen.

Das Filtersystem wird in Zukunft im größten Slum Mumbais, Dharavi, den Bewohnern sauberes Trinkwasser liefern. Besonders nach der Krise durch den starken Monsunregen im August des vergangenen Jahres traten hier Probleme auf. Die Spuren der Flutkatastrophe waren noch da. Davon konnten sich die Dülmener ein Bild machen, als sie an einem Vormittag gemeinsam mit Sr. Regina einen Teilbereich des Slums aufsuchten. Und auch die Räumlichkeiten der Schwestern in den Slums waren noch nicht wieder fertiggestellt. Während des Aufenthaltes in Andheri besuchte die Delegation drei weitere Sozialstationen der Marys, um sich einen Eindruck über die Arbeit der Schwestern zu verschaffen.

Mit sehr nachhaltigen Eindrücken, verließen die Dülmener die Millionenstadt Mumbai in Richtung Cochin in Südindien. Ein deutschsprachiger indischer Reiseleiter nahm die Gruppe in Empfang, um ihr in der zweiten Hälfte ihrer zweiwöchigen Indienreise einige Orte und Sehenswürdigkeiten im Bundesstaat Kerala sowie Einblicke in die indische Lebenskultur näherzubringen. So besuchten die Reiseteilnehmer unter anderem den Fischmarkt von Cochin, die 400 Jahre alte jüdische Synagoge Pardesi und eine Aufführung von Kathakali, einer hohen ritualisierten Darstellungskunst. Mit dem Bus ging es dann nach Munnar. Dort konnten sie den Blick auf das größte südindische Teeanbaugebiet genießen.

In Alleppey und Alappuzha bei Kumarakom trafen sich die Dülmener mit Schwestern der Helpers of Mary. Vor Ort besichtigten sie ein neues Altenhilfezentrum, gebaut mit Spendengeldern der Indien-Hilfe Köln. Darüber hinaus besuchten sie eine Sozialstation, in der die Schwestern jungen Frauen Hilfe zur Selbsthilfe in Form von Näh- und Computerkursen geben. Die letzten drei Tage standen zur freien Verfügung.

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