Bulderner Seniorengruppe komplettiert die Skateranlage

+
Franz Brinkschulte, Anton Klünker, Helmut Hülsbusch und Hans Hegemann (von links; es fehlt auf dem Foto Karl Brake) bei vorbereitenden Arbeiten zur Errichtung der Miniramp.

Buldern. Seit drei Jahren ist die Skateranlage neben der Mehrzweckhalle ein Mekka für Skateboardfahrer. Nun komplettiert das Team von Ehrenamtlichen, die beim Bau der Skateranlage schon viel Eigenleistung eingebracht haben, die Anlage und errichtet eine sogenannte Miniramp.

„Wir hatten hier in Buldern ja schon mal eine Miniramp von der Stadt Dülmen stehen. Die ist aber nicht mehr nutzbar – und so haben wir uns jetzt ans Werk gemacht, um den Skatern ihren Wunsch nach einer Miniramp zu erfüllen“, erklärt Hans Hegemann. „Wir“, damit meint der 76-Jährige Franz Brinkschulte (83), Helmut Hülsbusch (79), Anton Klünker (79) und Karl Brake (75), die sich gern erneut in den Dienst der guten Sache stellen: „Fürs Dorf und für die Jugendlichen“, sagen sie.

Hans Hegemann, früherer Bulderner Ortsvorsteher und stellvertretender Bürgermeister, erstellte in Kooperation mit seinem Sohn Bernd und dessen Mitarbeitern einen Bau- und Materialplan für die Minirampe, die sieben Meter lang, einen Meter hoch und drei Meter breit sein und auf 18 Punktfundamenten ruhen wird.

„Die tragende Konstruktion ist aus Fünf-Zentimeter-Vierkantrohr aus Edelstahl mit zwei Millimeter Wandung“, so Hans Hegemann. „Das Ablängen, Biegen, Kanten, Laserschneiden und Schweißen der Rohre und der Bleche hat dankenswerterweise die Firma Stade gratis übernommen, so dass wir bei der Rampe mit den 10 500 Euro aus der Sport- und Jugendförderung der Stadt auskommen“, so der Architekt im Ruhestand.

Anton Klünker, Helmut Hülsbusch, Hans Hegemann (von links) sowie (von rechts) Edith Eiersbrock und Franz Brinkschulte freuten sich über die Spende in Höhe von 2000 Euro, die Helmut Kreuznacht im Namen der Volksbank Nottuln am 10. Oktober beim Start des Aufbaus der Miniramp mit einem großen Scheck symbolisch überreichte.

Auf die Edelstahlkonstruktion kommen 25 imprägnierte Vierkanthölzer mit neun Zentimetern Dicke und darauf eine vier Millimeter dicke wasserfeste Betoplan-Holzplatte. Als Auflage für die rund 40 Quadratmeter große Lauffläche dient zwei Millimeter dickes verzinktes Stahlblech, das aufgeschraubt wird. Alles natürlich auf Sicherheit hin konstruiert.

„Die statischen Berechnungen umfassen allein 46 Seiten“, so Hans Hegemann. „Das musste aber sein, damit die Miniramp auch vom TÜV abgenommen werden kann.“

Anderthalb Jahre nach Start der ersten Planungen waren am 10. Oktober alle Bauteile vorgefertigt, so dass das Team an Ort und Stelle mit dem Zusammenbau und Aufstellen der Rampe beginnen konnte. Edith Eiersbrock, Vorsitzende der CDU Buldern, kam zum Start des Aufbaus zur Skateranlage, um sich bei den Akteuren zu bedanken - und sie hatte auch Getränke zum Anstoßen mit dabei. Ebenfalls zum Aufbaustart kam auch Helmut Kreuznacht, Leiter der Niederlassung Buldern der Volksbank Nottuln. Er überreichte mit einem symbolischen Scheck eine Spende in Höhe von 2000 Euro aus den Zweckerträgen des NRW-weiten Gewinnsparvereins der Volksbanken. Er bedankte sich mit den Worten „wir sind begeistert von so einem Einsatz“ bei allen Beteiligten für das außergewöhnliche Engagement für diese Sache. 

„Besser kann das Geld nicht eingesetzt werden“, meinte Edith Eiersbrock, die sich ihrerseits bei den Akteuren bedankte - den „guten Seelen des Dorfes“, wie sie sagte. 

Die ehrenamtliche Arbeit der Ü-70-Truppe und der Firma Stade hat eine Menge Geld gespart - und unterm Strich vielleicht auch erst die Anschaffung der Miniramp möglich gemacht: „Wenn man so eine Rampe fertiggebaut im Handel hätte kaufen wollen, hätte man 30.000 Euro bezahlen müssen“, so Hans Hegemann, der im Namen seiner Mitstreiter sagte: „Wir sind heilfroh, dass wir das für unsere Jugendlichen hier machen konnten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare