Bildungspartnerschaft: Stadtarchiv und Gymnasien unterzeichnen Vertrag

Bildungspartnerschaft: Stadtarchiv und Gymnasien unterzeichnen Vertrag
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Maike Verwey (Schulleiterin CBG, von links), Stadtarchivar Dr. Stefan Sudmann und Ursula Ellenbracht (Schulleiterin AvDH-Gymnasium) unterzeichneten am vergangenen Donnerstag die Verträge ihrer Schule mit dem Archiv zur Bildungspartnerschaft.

Dülmen. Wenn Geschichte nicht abstrakt bleibt, sondern es gelingt, sie persönlich werden zu lassen, dann ist dies die beste Voraussetzung, um sich mit ihr zu beschäftigen. Mit einer neuen Bildungspartnerschaft mit dem Stadtarchiv schreiben sich das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium (AvDHG) und das Clemens-Brentano-Gymnasium (CBG) diesen konkreten Vermittlungszugang als festes Ziel in ihr Hausaufgabenheft.

Dabei besteht schon seit vielen Jahren mit beiden Schulen kontinuierlicher Kontakt. Es gab viele Besuche und gemeinsame Projekte. „Der Kooperationsvertrag ist nun noch eine weitere Verfestigung dieser guten Zusammenarbeit“, erklärte der Stadtarchivar Dr. Stefan Sudmann bei dem Pressetermin zur Vertragsunterzeichnung. Die Schulleiterin das AvDH-Gymnasiums, Ursula Ellenbracht, betonte: „Wir institutionalisieren nun etwas, was sich über die Jahre sehr erfolgreich etabliert hat.“ Und auch Maike Verwey, Schulleiterin des CBG-Gymnasiums, zeigte sich überzeugt: „Die Partnerschaft ist eine großartige Chance, denn sie gibt den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Geschichte durch Zeitdokumente ganz wörtlich zu ‚begreifen‘“.

Wie fruchtbar eine solch intensive Kooperation sein kann, zeigt sich in der Bildungspartnerschaft zwischen dem Archiv und der Hermann-Leeser-Realschule, die „fast genau vor fünf Jahren die erste Partnerschaft im Kreis Coesfeld war“, betonte Klaus Ricker, Leiter des Fachbereiches Bildung der Stadt Dülmen. Hieraus entstand unter anderem das Buch „Von allem etwas...“. Die Bildungspartnerschaft ist ein Instrument, das vor einigen Jahren auf Landesebene angestoßen wurde und dafür sorgen soll, dass auch außerschulische Lernorte einen festen Platz im Schulalltag bekommen. Hiervon profitieren beide Seiten. Die Schüler lernen mit Archiv, Stadtbücherei oder Musikschule neben der Schule Bildungseinrichtungen vor Ort kennen. „Wir haben auf der anderen Seite die Möglichkeit, junge Menschen für unsere Einrichtungen zu gewinnen“, so Klaus Ricker.

Die Verträge mit den beiden Dülmener Gymnasien beinhalten unterschiedliche Zielsetzungen. Diese werden dann nach zwei Jahren überprüft und eventuell angepasst. Das AvDH-Gymnasium hat beispielsweise aufgenommen, beim Thema Industrialisierung das Archiv zu besuchen. Dieser Anknüpfungspunkt liegt nah, befindet sich die Schule doch in einem ehemaligen Industriegebäude. Das CBG wird in der Sekundarstufe I einen „lokalgeschichtlichen Rucksack“ packen, außerdem soll es im Sek II Bereich einen Zusatzkurs geben. Zudem ist an beiden Schulen ein regelmäßiger Austausch zwischen Lehrern und Stadtarchiv geplant, wie beispielsweise gezielte Fortbildungen. Außerdem unterstützt das Stadtarchiv die Schüler bei Facharbeiten oder der Teilnahme an Geschichtswettbewerben. „Wir möchten vermitteln, wie gute Recherchearbeit funktioniert. Dazu gehört es beispielsweise auch, Quellen kritisch zu hinterfragen“, so Dr. Stefan Sudmann.

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