Große Nachfrage

„Bank für einen Moment Ruhe“: Übergabe der gestifteten Bank am Kolumbarium des Waldfriedhofs

Dülmen Waldfriedhof Kolumbarium Urne
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Zur Übergabe der Bank kamen unter anderem die Mitglieder der Initiative Kolumbarium und Pfarrdechant Markus Trautmann.

Dülmen. „Mit der Bank gibt es hier nun einen Ort zur Auszeit, um einen Moment innere Ruhe zu finden, bei sich zu sein und nachdenken zu können“, beschreibt Pfarrer Markus Trautmann bei der Übergabe der Ruhebank der Initiative Kolumbarium an den Waldfriedhofsträger, die Katholische Kirchengemeinde. „Die Bank ist ein handwerkliches Meisterstück. Das ist wichtig hier ein aufwendiges schönes und wertiges Stück stehen zu haben“, dankte Trautmann.

Die Bank steht an dem neuen Kolumbarium des Waldfriedhofs. In insgesamt 60 Nischen in einer Rundmauer werden dort Urnen für einen bestimmten Zeitraum – meist 20 bis 30 Jahre – aufbewahrt. Jedes Fach ziert eine Plakette mit dem Namen des Verstorbenen. Auch Ehepaare können sich eine Nische teilen. Offiziell wurde das Kolumbarium an Allerheiligen eingeweiht. Die ersten Fächer wurden aber bereits seit dem Sommer vergeben. Die Nachfrage insgesamt ist groß. Auf Dauer soll deswegen eine zweite Mauer gebaut werden.

Die Initiative zum Kolumbarium gründete sich 2017. „Bereits bei einer ersten Recherche konnten wir feststellen, dass das Interesse der Bürger groß ist“, erläutert Wolfgang Schreiber von der Imitative.

Hinter dem Kolumbarium befindet sich ein Urnenhügel, der ebenfalls für eine besondere Form der Bestattung genutzt werden kann. Die Urnen Verstorbener werden in dem Hügel vergraben und mit einer kleinen runden Pultsteinchen namentlich gekennzeichnet. „Wir hoffen, dass diese Form der Bestattung in Zukunft noch mehr gefragt wird“, so Trautmann. Auch eine Waldbestattung ist möglich.

Die letzte Ruhe finden, können alle Bürger auf dem Waldfriedhof. „Er ist kein rein katholischer Friedhof, sondern ein Ort, der die Weltreligionen verbinden sollen. Er bietet Angehörigen aller Konfession Herberge“ betont der Pfarrdechant. Lediglich eine anonyme Bestattung ist nicht möglich.

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