Lea Bagert aus Dülmen und Lena Mölleney aus Darup leisten Freiwilligendienst in Tansania und Ruanda

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Lena Mölleney (links) und Lea Bagert gehen für ein Jahr nach Tansania und Ruanda.

Dülmen/Darup. Ihr Koffer ist noch nicht gepackt, die ersten Sachen sind aber schon zusammengelegt. „Die Vorbereitungen laufen. Und die ersten Abschiede habe ich auch schon hinter mir“, sagt die Dülmenerin Lea Bagert. Denn in wenigen Tagen geht es los für die 18-Jährige nach Tansania, wo sie einen einjährigen Freiwilligendienst leisten wird.

„Für mich ist der Abschied noch nicht so nah“, sagt Lena Mölleney aus Darup. „Mir fehlt auch noch eine Impfung“, fügt sie schmunzelnd hinzu. Aber im August heißt es dann auch für sie Abschied nehmen von Familie und Freunden. Dann steigt die 18-Jährige in den Flieger nach Kigali, die Hauptstadt Ruandas. Genau wie Lea macht auch sie dort einen einjährigen Freiwilligendienst.

Die zwei gehören zu den 28 Freiwilligen, die das Bistum Münster jedes Jahr in Projekte in Afrika und Lateinamerika entsendet. In Tansania und Ruanda werden die beiden Abiturientinnen in sozialen Projekten arbeiten. „Ich werde gemeinsam mit einem Mitfreiwilligen in einer Schule Sport- und Computerunterricht geben. Nachmittags nach dem Unterricht kann ich auch im Kinderheim helfen“, erzählt Lea Bagert. Lena Mölleney wird mit Menschen mit Behinderungen in einem Heim arbeiten. „Dort helfe ich im Unterricht und kann auch bei der Physiotherapie unterstützen.“

Worauf sie sich am meisten freuen? „Ich freue mich sehr darauf, neue Leute zu treffen und den Schulalltag kennenzulernen. Ich komme ja selbst gerade erst frisch aus der Schule, da bin ich gespannt, Schule mal aus einer anderen Perspektive zu erleben“, sagt Lea Bagert. Und Lena ergänzt: „Ich freue mich auf die Kinder und Mitarbeiter im Projekt, aber auch auf die Wohnung und den neuen Alltag – einfach auf ein komplett neues Umfeld.“

Aber sie sind sich auch bewusst, dass nicht alles einfach sein wird: „Am meisten Respekt habe ich vor der Sprache. In Ruanda spricht man nämlich Kinyarwanda. Französisch und Englisch sind zwar auch offizielle Amtssprachen, aber ich spreche kein Französisch und weiß nicht, ob ich mit Englisch überall weiterkomme.“

Auch Lea muss eine neue Sprache lernen, um sich in Tansania zu verständigen: „Swahili. Einen ersten Vorbereitungskurs hatten wir schon und kurz vor dem Abflug kommen noch einige Tage mit Sprachunterricht. Ganz praktisch, dass wir dann schon ein paar Wörter kennen.“

Nach zwei Vorbereitungsseminaren und Treffen mit ehemaligen Freiwilligen fühlen sich Lea Bagert und Lena Mölleney gut vorbereitet. „Jetzt wird es Zeit, dass es losgeht“, sind sie sich einig. „Der Abschied aus Deutschland wird mir bestimmt schwerfallen. Ich weiß nicht genau, was auf mich zukommt, aber ich bin total neugierig und gespannt auf so viele neue Eindrücke“, sagt Lea Bagert.

Und einer Sache sind sich die beiden sicher: „Das wird bestimmt ein unvergessliches Jahr!“

Projekte und Spenden

Seit 1991 entsendet das Bistum Münster, unterstützt von dem Förderprogramm „weltwärts“, junge Erwachsene im Alter von 18 bis 28 Jahren in Projekte in Lateinamerika und Afrika. Bewerbungsschluss für eine Entsendung im nächsten Jahr ist der 15. Oktober 2017. Infos auf www.bistum-muenster.de (Rubrik „Weltkirche“). 

Spenden an das Bistum Münster fließen in einen Solidaritätstopf aller Freiwilligenprojekte des Bistums. Spenden an Bistumskasse Münster, BIC: GENODEM1DKM; IBAN: DE29 4006 0265 0002 0001 00, Verwendungszweck: 2211.02.42261

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