Aufbruchsstimmung und viele gute Ideen: Stadt diskutiert mit Bürgern über Bahnhofs-Umgestaltung

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Gut 100 Teilnehmer diskutierten am Dienstagabend über die Umgestaltung des Dülmener Bahnhofs.

Dülmen. An guten Ideen für die Umgestaltung des Bahnhofsbereichs mangelt es nicht: Die vielen farbigen Kärtchen, die am Dienstagabend an Stellwänden in der Aula des Clemens-Brentano-Gymnasiums hafteten, liefern den besten Beweis.

Die Stadt hatte eingeladen, um Bürgerinnen und Bürgern die ersten Überlegungen für das Projekt „Klimagerechter Bahnhof“ vorzustellen und weitere Anregungen und Hinweise zu erhalten. 

So unterschiedlich und variantenreich die Ideen letztlich auch waren, einig waren sich die rund 100 Teilnehmer vor allem in einem Punkt: Es ist gut, dass das Bahnhofs-Projekt angegangen wird.

„Wir haben jetzt die Chance, etwas zu tun und den Bahnhof zu einem Aushängeschild und einem Willkommensort zu machen. Dafür benötigen wir Ihre Hinweise“, betonte Bürgermeisterin Lisa Stremlau in ihrer Begrüßung. An vier Thementischen bestand anschließend die Möglichkeit, gemeinsam mit Vertretern der Stadt und des verantwortlichen Planungsbüros Heinz Jahnen Pflüger aus Aachen erste Pläne zu studieren und Anregungen einzubringen – ein Angebot, das intensiv genutzt wurde. So gab es beispielsweise auf die Frage, welche Dienstleistungen in einem neuen Empfangsgebäude wichtig sind, zahlreiche Anregungen: vom weiterhin zur Verfügung stehenden Service-Schalter der Bahn über einen Kiosk bis hin zu Vandalismus sicheren Toilettenanlagen.

Weiterhin wurde der Wunsch geäußert, das Gelände mit seinen Zugängen möglichst offen und einsehbar zu gestalten und bei den geplanten Wegeverbindungen darauf zu achten, dass Fußgänger und Radfahrer sich nicht in die Quere kommen. Ohnehin standen Maßnahmen zur Stärkung des Umweltverbundes besonders im Fokus, da sie zentrale Bestandteile des Projekts „Klimagerechter Bahnhof“ sind. Ziel ist es, den Bahnhof und sein näheres Umfeld als Verkehrsknotenpunkt zu stärken. Angedacht sind unter anderem eine neue Radstation, eine separate Radwegeüberführung parallel zur heutigen Fußgängerbrücke, neue Zugänge und Rampen zur barrierefreien Erschließung sowie weitere Park&Ride-Angebote.

Ideen und Hinweise der Veranstaltung fließen jetzt in die Ausarbeitung eines qualifizierten Förderantrages ein, den die Stadt für das Programm „KommunalerKlimaschutz.NRW“ vorbereitet. „Wenn wir den Bahnhof anpacken, dann machen wir das auch richtig. Ziel ist es, den Förderantrag zeitnah auf den Weg zu bringen“, betonte Stadtbaurat und Erster Beigeordneter Clemens A. Leushacke. Er dankte der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft für die bisherige außerordentlich gute Unterstützung des Projektes.

Alle vorgestellten Pläne und gesammelten Anmerkungen werden übrigens derzeit dokumentiert und dann zeitnah im Internet zur Verfügung gestellt. Einen entsprechenden Link wird die Stadt voraussichtlich in der kommenden Woche bekannt geben.

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