Abstimmung der Eltern zum Grundschulstandort Merfeld im März

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Standen für die Fragen der Eltern zur Verfügung (von links): Christian Rensing (Kirchengemeinde St. Viktor), Barbara Bader (Bischöfliches Generalvikariat), Bürgermeisterin Lisa Stremlau, Dr. Walburga Henry (Schulamtsdirektorin Kreis Coesfeld), Ortsvorsteher Helmut Temming, kommissarische Schulleiterin Britta Sawicki sowie Schulpflegschaftsvorsitzende Michaela Mensmann.

Dülmen. Die Schülerzahlen an der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Merfeld sind seit Jahren rückläufig.

Voraussichtlich schon im kommenden Schuljahr wird sie nicht mehr die für eine Eigenständigkeit erforderliche Anzahl von 92 Schülerinnen und Schülern erreichen können. 

Um den Grundschul-Standort Merfeld erhalten zu können, müsste die Grundschule einen Verbund mit der Paul-Gerhardt-Grundschule (evangelische Bekenntnisschule) in Dülmen-Mitte eingehen. Voraussetzung dafür ist die vorherige Umwandlung der Kardinal-von-Galen-Grundschule (katholische Bekenntnisschule) in eine Gemeinschaftsschule.

Zu einem Informationsabend zu ebendiesem Thema hatte die Stadt Dülmen am Mittwoch, 14. Februar, die Eltern der jetzigen Grundschülerinnen und -schüler eingeladen. Sie sollen im März über die Umwandlung der Grundschule abstimmen. „Sie haben es in der Hand, über die Zukunft Ihrer Kinder, aber auch Ihres Ortsteils zu entscheiden“, betonte Bürgermeisterin Lisa Stremlau bei der Veranstaltung.

. Der Stadt Dülmen und ihren politischen Gremien sei es – ebenso wie vielen Merfelderinnen und Merfeldern – ein besonderes Anliegen, die Grundschulen in den Ortsteilen zu erhalten. Dies könne in Merfeld nur durch die Umwandlung der Schule und den Verbund mit der Paul-Gerhardt-Schule gesichert werden, so die Bürgermeisterin. Einen entsprechenden Antrag haben zwölf Eltern der Grundschule gestellt. Auch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Dülmen hat sich bereits dafür ausgesprochen. Einen ähnlichen Schulverbund gibt es bereits seit einigen Jahren zwischen der Anna-Katharina-Emmerick-Grundschule und der Grundschule in Rorup.

Gemeinsam mit Ortsvorsteher Helmut Temming, der sich ebenfalls für die Sicherung des Schulstandortes Merfeld stark macht, der kommissarischen Schulleiterin Britta Sawicki sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der katholischen Kirche, des bischöflichen Generalvikariats, des Schulamtes im Kreis Coesfeld und der Elternpflegschaft stand die Bürgermeisterin für die Fragen der Eltern zur Verfügung. Es sei allen Beteiligten ein großes Anliegen, die Traditionen und bisherigen Gepflogenheiten der Merfelder Grundschule – ebenso wie ihren Namen – auch in Zukunft zu erhalten, so Stremlau. Eine Gemeinschafts-Grundschule basiert auf christlichen Grundsätzen, ist aber auch offen für andere Religionen und kulturelle Werte.

Zwischen dem 1. und 14. März werden alle Eltern der jetzigen Schülerinnen und Schüler aufgerufen sein, über die Umwandlung der Schule abzustimmen. Sie erhalten die Abstimmungsunterlagen per Post nach Hause und müssen sie dann bis zum 14. März an die Stadt Dülmen zurück senden oder in eine Urne in der Kardinal-von-Galen-Schule einwerfen.

 Die Auszählung der Stimmen erfolgt am 15. März in der Schule. „Die Umwandlung zum Schuljahr 2018/19 erfolgt, wenn mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten dafür stimmt“, erläuterte Ralf Frerick, Leiter der städtischen Abteilung Schule und Sport. „In Zahlen bedeutet dies, dass die Eltern von mindestens 49 Kindern für die Umwandlung stimmen müssen, um diese zu ermöglichen.“ „Diese Chance müssen die Merfelderinnen und Merfelder nun ergreifen“, machte Ortsvorsteher Helmut Temming deutlich. Auch aus der Elternschaft gab es bei dem Informationsabend große Zustimmung für das Vorhaben. Insbesondere die Klassenpflegschaften möchten sich in den nächsten Wochen dafür einsetzen, für ein „Ja“ zur Umwandlung zu werben.

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