Vergleichsschießen der Coesfelder Stadtvereine

Zielsicherheit bewiesen

Coesfeld. Am Samstag fand das diesjährige Vergleichsschießen der Antoniner und Bürger- und Junggesellenschützen statt. Zehn Schuss auf die Scheibe, Bierchen, lecker Essen – und das wichtigste: Anekdoten austauschen und Spaß haben!

Ein Konzept, dass auch in diesem Jahr wieder voll aufging. Einige Vorstandsmitglieder und Offiziere beider Vereine hatten sich um 17 Uhr im Schießkeller St. Antonius eingefunden, der erste Schuss fiel gegen 18.30 Uhr. An das erste Schießen vor knapp zwanzig Jahren kann sich Herbert Schumacher von den Antoninern noch gut erinnern: „Damals haben wir das Schießen ins Leben gerufen, um das Verhältnis der Vereine untereinander zu verbessern – was übrigens großartig geklappt hat – und daraus hat sich dann die gesellige Tradition im kleinen Kreis weiterentwickelt.“

Für ein Schmunzeln bei Schumacher sorgt noch immer die „Versorgung“ der ersten Vergleichsschießen: „Das erste Schießen haben wir Antoniner organisiert, abgesprochen war damals, dass wir uns dann mit der Organisation mit den Bürger- und Junggesellen abwechseln. Doch plötzlich stellten die Bürgerschützen Bedingungen! Die meinten: ,Klar, wir organisieren das nächste Schießen – aber nur, wenn deine Frau wieder Frikadellen macht!’ Damit konnte ich dann gut leben ...“

„96 Punkte – das ist echt schon eine

Hausnummer!“

Heiner Kloster

Um sich auf das diesjährige Schießen einzustimmen – angetreten waren Vorstandsmitglieder und Offiziere zwischen 20 und „höherem Alter“ – durfte jeder Teilnehmer so oft Probeschießen, wie nötig. Genutzt wurden ausschließlich Vereinsgewehre, um erfahreneren Schützen mit eigenem Gewehr keinen Vorteil zu verschaffen. Das Wettkampfprozedere war einfach: Zehn Schuss auf eine Scheibe, Sieger wurde der mit den meisten Punkten.

So legte ein Schütze peu à peu auf die Scheibe an, doch schnell haute Nachwuchs-Antoniner Tim Rohe ein volles Pfund raus: 96 der möglichen 100 Punkte. Ein Wert, den auch Vorjahressieger Dirk Austerschulte, der verspätet eintraf und deswegen erst recht spät schoss, auch nicht mehr knacken konnte. „Das ist schon eine Hausnummer“, hob Heiner Kloster, 1. Brudermeister der Antoniner, – selber am Abend mit 93 Zählern knapp dahinter – am Ende des Abends Lobend hervor. „Damit kann man durchaus an Sportschützen-Wettkämpfen teilnehmen!“ Für Tim Rohe gab es zur Belohnung seiner Zielsicherheit eine große Flasche Sekt, für die folgenden Ränge gab es ebenfalls Spirituosen. 

„Es war erneut ein großartiger Abend!“, zog Heiner Kloster am Ende des Abends Résumé: „Wir haben sehr viel gelacht und von 17 bis circa 23 Uhr unseren Spaß gehabt.“ Nun richten die Schützenfestverantwortlichen langsam den Blick aber langsam auf die eigenen Schützenfeste: Die Antoniner feiern vom 12. bis zum 14. Juni ein „kleines Jubiläum“ zum 666-jährigen Bestehen, die Bürger- und Junggesellenschützen feiern dann zwei Wochen später, vom Freitag, 26. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, ihr Schützenfest.

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