Zahl der Wohnungseinbrüche gesunken – Polizei Coesfeld stellt Kriminalstatistik 2017 vor

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Stellten die Kriminalstatistik für das Jahr 2017 vor: Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (von links), Nina Bay, Direktionsleiterin Kriminalität, und Polizeidirektor Peter Schwab.

Kreis Coesfeld. „Wir verzeichnen einen deutlichen Rückgang im Bereich der Wohnungseinbrüche“, zeigte sich Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr am heutigen Mittwoch erfreut. Gemeinsam mit Polizeidirektor Peter Schwab und Nina Bay, Direktionsleiterin Kriminalität, stellte er die Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 für den gesamten Kreis Coesfeld vor.

Ein Rückgang von 31 Prozent der Wohnungseinbrüche auf 403 solcher Vergehen im Vorjahr (2016: 588) wurde aufgezeigt.

Besorgt zeigten sich die Verantwortlichen der Polizei Coesfeld dagegen über den drastischen Anstieg an Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Die Zunahme dieser Delikte lag im gesamten Kreis bei 85 Prozent. Waren es 2016 noch 114 Fälle wurden im Vorjahr ganze 211 Fälle gezählt. „Die Täter geben sich fälschlicherweise als Polizisten aus oder gehen mit dem Enkeltrick und Gewinnspielversprechungen hochprofessionell ans Werk“, erläuterte Bay. Eine Gesamtsumme von 249.275 Euro ergaunerten die Betrüger im Kreis Coesfeld.

Im Bereich der Sexualstraftaten galt es einen Rückgang zu verzeichnen. 127 Sexualstraftaten wurden 2017 bei der Coesfelder Polizei gemeldet, im Jahr 2016 waren es 135 solcher Verbrechen. Die Fallzahlen im Bereich der Sexualdelikte beinhalteten allerdings 26 Vergewaltigungen im Kreis Coesfeld. 2016 waren es 23 Taten. „Die Aufklärungsquote in Fällen der Vergewaltigung liegt in unserem Gebiet mittlerweile bei 100 Prozent“, informierte Bay.

Zu Tötungsdelikten kam es im Kreis Coesfeld im Vorjahr fünf Mal (2016: 7). Begangen wurden vier der Verbrechen in Dülmen, eins in Lüdinghausen.

Im Gesamtüberblick zeigten sich die Kriminalitätszahlen rückläufig. Wurden 2016 noch 13.104 Straftaten im Kreis Coesfeld gemeldet, waren es 2017 11.872.

„Aus der vorliegenden Statistik ergibt sich für uns, die hohe Gesamtaufklärungsquote von über 50 Prozent beizubehalten“, resümierte Bay. Zudem solle sowohl der Wohnungseinbruchdiebstahl als auch die Straftaten gegenüber Senioren weiter mit höchster Priorität bekämpft werden.

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