Sarah Jahns, Sebastian Doeker und Miriam Schulze-Wierling über das Model-Casting 2010

Sie wollen wieder auf den Laufsteg

Miriam Schulze Wierling aus Nottuln, Sarah Jahns aus Coesfeld und Sebastian Doeker aus Dülmen waren schon im vergangenen Jahr bei dem von den Streiflichtern mitveranstalteten Model-Casting dabei. Auch für das Casting für die Coesfelder Fashion Party 2011 haben sie sich wieder beworben

Coesfeld. Gesehen und getroffen haben sich Sarah Jahns, Sebastian Doeker und Miriam Schulze Wierling bisher erst zwei Mal, beim von den Streiflichtern mitveranstalteten Model-Casting 2010 im Coesfelder Café Central sowie einige Wochen später bei ihrem großen Auftritt bei der Peacock Fashion Night.

Was die jungen Erwachsenen aus Coesfeld, Dülmen und Nottuln verbindet, ist eine gemeinsame Vorliebe: Sie haben Spaß und Freude daran, sich – und natürlich modische Kleidung – im Scheinwerferlicht zu präsentieren. Die Gelegenheit dazu könnten sie jetzt zum zweiten Mal bekommen – dank ihrer diesjährigen Bewerbung für das Model-Casting am Freitag kommender Woche zur Coesfelder Fashion Party am 12. März in der Bürgerhalle.

Lust an einer erneuten Teilnahme haben sie nach ihrer erfolgreichen Premiere auf dem Laufsteg allemal – schafften alle drei es doch im vergangenen Jahr erfolgreich durchs Casting auf den Laufsteg der Fashion Night. Für Sebastian Doeker waren es damals positive Erfahrungen in der Welt des Films, die ihn zur Bewerbung beim Casting beworben. „Ich hatte zuvor bei ‚Unter Bauern‘ als Statist mitgespielt“, sagt der 19-Jährige. In dem größtenteils im Münsterland aufgezeichneten Streifen um die im Zweiten Weltkrieg vor den Nazis aufs Land geflüchteten Jüdin Marga Spiegel mimte er deren jungen Ehemann auf einem Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs. „Da musste ich mich mit Kameraden als Verletzter durchschlagen“, erzählt Sebastian.

Bei Sarah Jahns (18) war es die Familie, die sie zur Teilnahme bewog. Miriam Schulze Wierling schließlich wurde von sich aus aktiv. „Ich wollte sowas unbedingt mal machen“, sagt die 19-Jährige, die vor einigen Jahren schon einmal aus privatem Interesse bei einem Fotoshooting mitmachte.

„Das hat uns allen

richtig Spaß gemacht“

Trotz vereinzelter Vorerfahrungen: Bei ihrem Gang vor die Jury hatten alle drei eine gesunde Portion Nervosität zu überwinden: „Die Anspannung war da. Vor allem, als wir das erste Mal alleine raus mussten“, erinnert sich Sebastian. Beim zweiten Mal, ergänzt Sarah, sei es besser gewesen. „Das hat uns allen richtig Spaß gemacht.“ Das sah die Jury ihnen offensichtlich an – denn Sarah, Miriam und Sebastian schafften es unter die Finalisten für die Fashion Night.

Dort erwartete sie eine große Kulisse und ausgelassene Stimmung im Publikum. „Mit so vielen Leuten hatte ich nicht gerechnet“, sagt Miriam. Das Probelaufen vor der Party habe aber Unsicherheit genommen, findet Sebastian. Ein bisschen hektisch wurde es dennoch: beim Wechseln der Outfits zwischen den beiden Durchgängen. Etwa Tempo war da schon gefragt, aber letztlich klappte alles reibungslos.

Die Eindrücke aus dem Vorjahr waren bei allen dreien noch im Kopf, als die Streiflichter im Januar 2011 nun erneut ein Model-Casting ankündigten. „Weil das im letzten Jahr so viel Spaß gemacht hat, hab ich mich nochmal beworben“, sagt Sarah. Bei Miriam waren es die Großeltern, die sie auf die neue Gelegenheit zum Modeln aufmerksam machten.

Welches Outfit? – „Ich

mach‘ mein eigenes Ding“

Über das Outfit für das Casting, bei dem die Teilnehmer beliebige Kleidung tragen können, in der sie sich wohlfühlen, hat sich einzig Sebastian schon Gedanken gemacht – allerdings eher grob: „Es wird nicht zu ausgefallen und nicht zu alltäglich sein“, sagt der Dülmener, der die aktuellen Modetrends verfolgt, sich von den Labels aber nichts vorschreiben lässt. „Ich mach mein eigenes Ding.“

Nach der Teilnahme am Casting 2010 setzte sich Sebastian übrigens erneut in einer Auswahl durch – als „RVM-Gesicht“ der Regionalverkehr Münsterland GmbH stand er für Aufnahmen für eine Werbekampagne vor der Kamera. Auch für seine Zukunft könnte der Schüler, der zurzeit am Clemens-Brentano-Gymnasium in Dülmen sein Abitur macht, sich Auftritte als Model vorstellen. „Aber eher nebenberuflich.“ Hauptberuflich strebt er nach seinem Schulabschluss vielmehr eine Tätigkeit in der Werbe- und Marketingbranche an.

„Wenn sich was anbietet, mache ich das gerne“, ist auch Sarah für einiges offen. Auch sie steht kurz vor dem Abi – am Coesfelder Gymnasium Nepomucenum. Danach soll es zuerst für ein Au-pair-Jahr in die USA gehen. Und anschließend? Dann könnte sich Sarah vorstellen, im Bereich Tourismus zu arbeiten – etwa als Hotelmanagerin.

Miriam hat den Gesundheitsbereich für sich entdeckt. Weil sie nach dem Abitur 2010 am Nottulner Gymnasium noch nicht für das erwünschte Medizin-Studium zugelassen wurde, absolviert sie eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten.

Und wie sind die Erwartungen vor dem Casting am 25. Februar in der Fabrik? Verrückt machen sich die drei „Wiederholungstäter“ nicht. „Ich mach‘ es einfach. Wenn es klappt, freue ich mich total – und wenn nicht, ist das auch nicht schlimm“, sagt Sarah. Gespannt sind sie und die anderen beiden auf die diesjährige Konkurrenz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare