Weihnachtsfeier auf dem Wacken-Festival: Gruppe aus dem Kreis Coesfeld bei Metal-Event

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30 Metal-Fans aus Coesfeld, Rosendahl und Umgebung fuhren gemeinsam eine Woche lang zum Open-Air-Festival Wacken.

Coesfeld/Rosendahl. Für 75000 Metal-Fans fand in der vergangenen Woche der Höhepunkt des Musikjahres statt: Das Wacken-Open-Air-Festival. Mit dabei auch eine dreißigköpfige Gruppe aus Coesfeld und Osterwick. Neben den musikalischen Highlights genossen die Festivalbesucher das Gemeinschaftsgefühl auf dem Campingplatz – unter anderem bei einer Weihnachtsfeier. „Für Wacken kommt die Gruppe jedes Jahr zusammen. Manche trifft man nur dort. Die Stimmung ist immer gut“ beschreibt Coesfelderin Jasmin Strompen das Festival-Erlebnis.

Gute Stimmung war bei den „Ankern“ stets angesagt. Selbst wenn es hin und wieder geregnet hat.

Seit 2015 fährt sie jedes Jahr zu dem Metalfestival. Damals zeltete die Coesfelder Gruppe direkt neben der Osterwicker Gruppe. Kurzerhand beschloss man, künftig einfach zusammen als große Runde hinzufahren. Schnell war auch der Team-Name „Anker“ geboren. Die Zeltstadt der Metal-Gruppe ist inzwischen gewachsen. Gecampt wird mit Wohnwagen, umgebauten Bullis und Zelten. Auch ein großes Gemeinschaftszelt wird aufgebaut. „Gerade wenn das Wetter schlecht ist, ist es gut, dennoch einen Ort zu haben, wo wir gemeinsam Zeit verbringen können“, erklärt Jasmin Strompen. „Schnell lernt man auch seine Campnachbarn kennen. Das macht immer wieder Spaß.“ Vor allem, wenn die Gruppe verrückte Aktionen durchführt. Dieses Jahr stand zum Beispiel ein Mottotag auf dem Programm. Im Lager wurde Weihnachten gefeiert – und das im Hochsommer. Egal ob Weihnachtsbaum, Song-Klassiker wie „Last Christmas“ oder sogar das Plätzchenbacken mit eigenem Ofen, die „Anker“ hatten alles dabei, was zum Weihnachtsfest dazugehört. „Da ist auch der ein oder andere Festivalbesucher für ein Glas Glühwein vorbeigekommen“, schmunzelt die Coesfelderin.

Im Fokus standen natürlich auch die vielen musikalischen Größen, die die Bühnen in dem kleinen norddeutschen Ort rockten. Neben vielen kleinen Bands, die Jasmin Strompen überzeugten, gab es auch unter den Headlinern – den bekanntesten Bands – ein Highlight: „‚Sabaton’ hatten 20-jähriges Bühnenjubiläum und traten zum ersten Mal auf beiden großen Bühnen auf. Das war natürlich ein besonderes Erlebnis.“ Kleiner Wermutstropfen: Sowohl das Festivalgelände als auch der Zeltplatz wurden wegen Unwetterwarnungen evakuiert. Die 24-jährige Coesfelderin nimmt es positiv: „Besser als die Hitze im Vorjahr. Dadurch war es dieses Mal nicht so staubig.“ Lange ausruhen konnten sich die Festivalgänger nach ihrer Rückreise am vergangenen Sonntag übrigens nicht: Um Mitternacht wurden bereits die Karten für das Wacken-Festival 2020 freigegeben. Bereits 50 000 Tickets wurden verkauft. Und auch Jasmin Strompen wird dann wieder mit dabei sein.

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