Pfarrkirche Anna Katharina wird Sonntag im Gottesdienst eingeweiht

Das Warten hat ein Ende

Wo vor dem Innenanstrich das große Mosaik den Raum dominierte, herrscht heute eine einfache Formensprache, die vom neuen Kreuz bestimmt wird.

Coesfeld. Für Katholiken im Westen Coesfelds gibt es ab diesem Wochenende ein neues Zentrum des Glaubens: Auf dem Papier wachsen die vier Teile der Gemeinde Anna Katharina schon seit der Fusion im Januar 2005 zusammen, ab Sonntag haben sie nun eine gemeinsame Pfarrkirche, die ebenfalls der Seligen aus Flamschen geweiht sein wird.

Einen Akt, den Weihbischof Dieter Geerlings in dem um 10 Uhr beginnenden Gottesdienst vollziehen wird. Neben dem Kirchenraum weiht die Gemeinde auch ihr neues Pfarrzentrum direkt nebenan ein.

Viele Gemeindemitglieder werden dann, wenn Pastor Johannes Hammans sie nicht während seiner unzähligen Rundgänge über die Baustelle einmal mitgenommen hat, zum ersten Mal seit fast zwei Jahren wieder in der Kirche sein, die einmal Laurentiuskirche hieß. Denn schon im Januar 2010 hatte darin der letzte Gottesdienst stattgefunden. Bis das Bistum grünes Licht für den Umbau gab, dauerte es, erst im März dieses Jahres rückten die Bauarbeiter an.

Mosaik könnte wieder

hervorgeholt werden

Sie verpassten der Kirche in den vergangenen Monaten ein komplett neues Aussehen. „Wenn man hineinkommt, merkt man direkt, wie hell und einladend sie ist“, sagt Johannes Hammans. Der Anstrich strahlt in einem hellen Weiß. Weiß auch dort, wo es noch vor ein paar Monaten bunt war. Das Mosaik ist verschwunden. „Es wurde aber nur verputzt und könnte jederzeit wieder hervorgeholt werden“, sagt Hammans, der weiß, dass sich die Gemeindemitglieder erst einmal an den neuen Bau gewöhnen müssen. „Das gilt auch für die Alt-Laurentianer, von denen auch viele der alten Kirche hinterhertrauern. Schließlich war es für viele die Kirche ihrer Kindheit, in der sie groß geworden sind.“

Nicht nur sie müssen hier heimisch werden, sondern auch die „Ludgerianer“, die sich am vergangenen Wochenende von ihrer Kirche verabschieden mussten (Streiflichter berichteten). „Im neuen Gebäude sollen sich beide wiederfinden.“

Sinnbild der Fusion ist der neue Altar aus Naturstein („Deutsch Jura Travertin“), der dreimal gebrochen und mit einer Stahlplatte bedeckt ist. Die vier Bruchstücke symbolisieren die vier ehemaligen, zu Anna Katharina fusionierten Gemeinden St. Laurentius, St. Ludgerus, Herz-Jesu und St. Joseph. Aus dem gleichen Stahl wie die Altarplatte besteht auch das Kreuz, das über dem Altar hängt, der Corpus ist die goldene Jesus-Figur des Kreuzes aus St. Ludgerus. Auch der Taufstein kommt aus der aufgegebenen Kirche.

Sonntag Emfang und

Imbiss im Pfarrzentrum

Auch das Pfarrzentrum steht am Sonntag noch einmal im Mittelpunkt – obwohl es die Gemeinde schon seit Mai nutzt. Die Gruppen der Gemeinde finden hier helle und vor allem große Räume vor. „Besonders die fünf Chöre unserer Gemeinde sind begeistert, dass sie jetzt so einen großen Raum zum Üben haben. Vor allem einen Saal, in dem sie auch Luft haben“, sagt Johannes Hammans. Auch die Büchereien würden gut benutzt.

Nach dem Gottesdienst und der Einweihung des Pfarrzentrums findet ein Empfang mit Imbiss statt. Gegen 14.30 Uhr beginnt das Kaffeetrinken, dazu tritt der Kinderchor auf – ebenso wie eine Gruppe des Kindergartens „Die Arche“. Der Tag klingt um 17 Uhr mit einer kirchenmusikalischen Feier mit dem Kirchenchor aus.

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