Pfarrheim St. Lamberti wird nach Renovierung Sonntag eröffnet

Vorfreude ist greifbar

„Hell, freundlich, praktikabel“. Mit diesen Worten bringt Pfarrer Johannes Arntz auf den Punkt, was das umgebaute und komplett renovierte Pfarrheim St. Lamberti auszeichnet. Mit dem Pfarrdechanten freuen sich (von links) Veronika Wessling (PGR), Mechtild Wiesmann (Heimausschuss) und Ulrike Facher (PGR-Vorsitzende).

Coesfeld. Von den ersten Gruppen werden die neuen Räumlichkeiten bereits seit vergangenem Donnerstag genutzt, als die Mitglieder des Jakobichors sich wie Pfarrheim-Pioniere fühlen durften.

Die erste Resonanz: An eine neue Akustik müsse man sich zwar immer ein wenig gewöhnen – aber das neue Domizil im komplett entkernten, sanierten, renovierten und umkonzipierten Pfarrheim St. Lamberti wurde insgesamt einhellig für gut befunden. Überhaupt: „Die Rückmeldungen, die wir bisher bekommen haben, sind wirklich nur positiv“, freut sich Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ulrike Fascher, die mit zu dem ehrenamtlichen Helferteam gehört, das das Großprojekt Lamberti-Pfarrheim in den vergangenen zehn Monaten intensiv begleitet hat. Noch sind zwar einige Restarbeiten durch die Handwerker zu erledigen (die auch bis zum Wochenende noch nicht ganz abgeschlossen sein werden). Aber die Vorfreude auf die offizielle Eröffnung und Einsegnung des Pfarrheims in der Walkenbrückenstraße an diesem Sonntag ist bei allen Beteiligten spürbar. Denn im Vergleich zum Gesamtprojekt fallen in diesen Tagen nur noch die typischen Endspurt-Kleinigkeiten an.

Knapp mehr als eine Million Euro, genau 1 015 000 Euro, habe das Bauprojekt gekostet, wie Pfarrdechant Johannes Arntz vorrechnet. „720 000 Euro für den Bau, 140 000 Euro für die Einrichtung und 155 000 Euro für die Technik.“ Rund zwei Drittel davon trägt das Bistum, an Eigenmitteln der Gemeinde fallen 315 000 Euro an. Eine Investition, die sich gelohnt habe. „Ich bin sehr erleichtert, dass das Pfarrheim nun fertig ist und vor allem so schön geworden ist: hell, freundlich, praktikabel. Und ich bin sicher, dass es gut angenommen wird“, sagt Arntz.

Nach den Plänen des Architekturbüros Steinberg & Koeppen wurde vor allem die Umgestaltung im Erdgeschoss in den Fokus gerückt. Charakteristikum: das neue Eingangsfoyer, in das man durch den neuen, vorgelagerten Windfang („das einzige, das wir angebaut haben“, so Arntz) eintritt. Ein großer Saal mit Eichenparkett bietet künftig bestuhlt Platz für bis zu 150 Gäste und kann dank zweier Trennwände in drei Räume unterteilt werden. Weitere Gruppenräume gibt es direkt nebenan und natürlich im Obergeschoss, dessen Räume erhalten wurden, das jedoch ebenfalls modernisiert wurde.

Zahlreiche Jugendliche hätten beim Ausräumen im vergangenen Frühjahr, beim Einräumen und natürlich beim Umzug des Mobilars aus dem Jakobi-Pfarrheim mit angepackt, berichtet Mechtild Wiesmann, die Sprecherin des Heimausschusses, erfreut von der Unterstützung. „Neben den Möbeln waren es mehr als 100 Umzugskartons.“

Tische, Stühle und Schränke aus Jakobi haben nun im Obergeschoss einen neuen Platz gefunden, während das Erdgeschoss komplett neu eingerichtet wurde.

Während des Projekts habe Johannes Arntz in seiner Gemeinde „ein haupt- und ehrenamtliches Engagement, das wirklich klasse gewesen ist“, festgestellt. „Im Großen und Ganzen haben alle an einem Strang gezogen und es ist ein wunderbares Ergebnis herausgekommen!“

Zum Thema:

Einsegnung: Die offizielle Eröffnung und Einsegnung des renovierten und neu konzipierten Pfarrheims St. Lamberti findet an diesem Sonntag, 27. Januar, im Anschluss an den Familiengottesdienst (11.15 Uhr, Lambertikirche) statt. Die Segnung des Hauses wird Pfarrdechant Johannes Arntz gegen 12.30 Uhr vornehmen, anschließend sind alle Interessierten (natürlich auch Nichtmitglieder der Pfarrgemeinde) zu Suppe, Kaffee und Kuchen sowie natürlich zur Besichtigung der neuen Räumlichkeiten eingeladen. Für Kinder bietet der Kindergarten St. Lamberti einige Aktionen an. Und um 17 Uhr laden schließlich die „Lamberteenies“ zu einem Konzert mit Walt-Disney-Melodien

Kuchenspenden: Der Heimausschuss würde sich noch über weitere Kuchenspenden freuen. Wer einen Kuchen beisteuern möchte, sollte sich vorher im Pfarrbüro melden oder kann auch spontan am Sonntag einfach einen Kuchen mitbringen. Das Kuchenbuffet ist am Sonntag kostenlos. Spenden kommen der Jugendarbeit in der Gemeinde zugute.

60 Gruppen: Pfadfinder, Messdiener, Chöre, Kindergruppen, kfd-Gruppierungen, Senioren-Netzwerk, Frimkatecheten, Erstkommunionkinder – die Liste der vielen pfarrlichen Gruppen, die künftig im neugestalteten Pfarrheim St. Lamberti ein Zuhause finden, ist lang. „Nimmt man die Gruppen hinzu, die nicht zu unserer Pfarrgemeinde gehören, werden es bestimmt über 60 Gruppen sein“, listet Mechtild Wiesmann, Sprecherin des Heimausschusses auf. „Wenn das Pfarrheim hilft Menschen zusammenzuführen, dann ist es gut“, sagt Pfarrer Arntz. Und: Die Modernisierung der Räumlichkeiten und die damit einhergehende Erweiterung der Möglichkeiten sei „ein weiterer Wegabschnitt zum Zusammenwachsen unserer Gemeinde“ – gerade auch mit Blick auf die Aufgabe des Pfarrheims St. Jakobi.

Neuer Seniorentreff: Den letzten Wegabschnitt zum Zusammenwachsen gehen in Kürze auch die ehemaligen Seniorengruppen aus Jakobi und Lamberti, die zu einem Seniorentreff (14-täglich montags ab 15 Uhr) zusammenwachsen. Zum Start der neuen Gruppe am Montag, 4. Februar, beginnt der Seniorentreff aber 30 Minuten eher. Ab 14.30 Uhr soll da eine große Karnevalsfeier stattfinden, zu der alle interessierten willkommen sind.

Streiflichter-Ausgabe vom 23.1.2013

Von Raphael Haag

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