Die Vielfalt der Selbsthilfe: Aktionswoche „Wir hilft!“ steigt vom 18. bis 26. Mai

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Rühren die Werbetrommel für die paritätische Aktionswoche „Wir hilft!“: Sachbearbeiterin Beate Kleine Bösing, Martina Nötzold (Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, von links), Hannelore Heymann (Kontaktstelle Kreis Coesfeld), Melanie Goreta (Kontaktstelle Kreis Borken) und Kreisgruppengeschäftsführer Timo Plaß.

Coesfeld. Schlaganfall mit unter 55 Jahren! Einzelfall?! Nein, stellte die betroffene Vredenerin fest, nachdem sie eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen hatte. Unterstützt wurde sie dabei von Martina Nötzold vom Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an der Bahnhofstraße 23 in Coesfeld. „Beim ersten Treffen waren es 13, beim jüngsten vierten Treffen waren es bereits 20 Teilnehmer“, betont die Expertin mit Blick auf die Wirkung der Selbsthilfe. „Man fühlt sich dort nicht allein, nicht isoliert, sondern weiß, ‚Hier werde ich verstanden“, kennt ihre Kollegin Hannelore Heymann aus Erfahrung.

Mit der bundesweiten Aktionswoche „Wir hilft!“ vom 18. bis zum 26. Mai rückt der Paritätische die Selbsthilfe in den Fokus. Ziel ist es unter anderem, noch mehr betroffene Menschen für die Selbsthilfe zu interessieren. Dazu bieten die Selbsthilfe-Kontaktstellen, auch die in Coesfeld, in dieser Aktionswoche einige Angebote an.

250 aktive Selbsthilfegruppen begleitet die Kontaktstelle der Paritätischen in den Kreisen Coesfeld und Borken. Die Themen sind vielfältig und überraschend. Als Beispiel nennt Melanie Goreta, die Ansprechpartnerin der Selbsthilfe-Kontaktstelle, eine Anfrage für eine Selbsthilfegruppe „Altersarmut“. Erst kürzlich wurde eine Gruppe für Angehörigen von Menschen mit Depressionen gegründet. Fachlich begleitet wird diese von Hannelore Heymann, die in diesem Zusammenhang betont: „Selbsthilfe ist kein Therapieersatz!“ Die Aktionswoche ist eine Initiative des Paritätischen Gesamtverbandes und der Paritätischen Landesverbände. An der Vorbereitung beteiligt sind das FORUM chronisch kranker und behinderter Menschen im Paritätischen, die NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung der Selbsthilfe) und das Haus der Krebs-Selbsthilfe- Bundesverband. Darüber informierte Kreisgruppengeschäftsführer Timo Plaß.

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