Am Berkelbogen

Verdacht hat sich bestätigt: Bombe am Berkelbogen gefunden

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Bildunterschrift: Im Bereich Borkener Straße/Am Berkelbogen gibt es einen Blindgänger-Verdachtspunkt, der am Donnerstag (30.01.) freigelegt wird. Sollte sich der Verdacht bestätigen und der Kampfmittelräumdienst den Blindgänger entschärfen wollen, müssten die Anwohner im Umkreis evakuiert werden, hier zwei mögliche Radien: 250 Meter und 500 Meter rund um die Fundstelle.

[Update 14.51 Uhr] Coesfeld. Der Verdacht in Coesfeld hat sich bestätigt. Der Kampfmittelräumdienst hat am Berkelbogen eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Das gab die Pressestelle der Stadt Coesfeld am heutigen Donnerstagnachmittag (30. Januar) bekannt. 

Bis 15.30 Uhr sollen demnach Anwohner in einem Radius von 250 Metern um den Fundort ihre Wohnungen verlassen. Auch das Lebensmittel-Center in der Borkener Straße ist betroffen, heißt es weiter. 

Meldung von 10.23 Uhr

Im Stadtgebiet von Coesfeld kann es heute auf der B 525 (Konrad-Adenauer-Ring) und im Bereich Borkener Straße zu vorübergehenden Sperrungen kommen. Sollte sich der Blindgänger-Verdacht bestätigen, werden örtliche Umleitungen eingerichtet. Der Fernverkehr, der sonst im Stadtgebiet über die B 525 fließt, wird dann großräumig um die Stadt Coesfeld herumgeführt. Falls es zu einer Entschärfung kommt, werden Ortskundige gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren. Betroffen wäre bei einer Sperrung auch der Busverkehr der Linien R51 und R61 Richtung Vreden und Bocholt. Auch dafür wird eine Umleitung eingerichtet. Der Bahnverkehr ist nicht betroffen, der Verdachtspunkt liegt außerhalb der Innenstadt. 

Erstmeldung: 

Ob dort tatsächlich ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegt, wird sich dann klären. Vor Ort entscheiden die Spezialisten, wie weiter vorgegangen wird. Dabei gibt es zwei denkbare Möglichkeiten:

1. Der Fund ist harmlos: Der freigelegte Gegenstand, womöglich ein altes Metallteil, stellt keine Gefahr dar. Der Kampfmittelräumdienst gibt Entwarnung.

oder

2. Der Verdacht bestätigt sich. Dann gibt der Kampfmittelräumdienst vor, wie weiter verfahren wird. Denkbar ist, dass der gefundene Blindgänger unverzüglich entschärft wird. Aus Sicherheitsgründen ist dann zunächst die Umgebung zu evakuieren. Je nach Kaliber und Bauart des Blindgängers wird ein Radius um die Fundstelle festgelegt; Anwohner müssen den Bereich verlassen, die angrenzenden Straßen werden für den Verkehr gesperrt.

Die zwei denkbaren Alternativen, falls tatsächlich ein Blindgänger gefunden wird, sind: 

Evakuierung im Radius: 250 Meter oder Radius 500 Meter um den Fundort

Hubertus Brüggemann, der den Einsatz in der Stadtverwaltung koordiniert, erläutert dazu: „Wir bitten die Anwohner: Stellen Sie sich bitte darauf ein, dass wenn der Kampfmittelräumdienst am Donnerstag einen Blindgänger findet, Sie Ihre Wohnung eventuell verlassen müssen. Wir sind mit der Marienburg bereits in Kontakt, ebenso mit den benachbarten Betrieben und dem Lebensmittel-Center an der Borkener Straße. Fest steht, dass die Ludgeri-Grundschule am Donnerstag vorsorglich geschlossen bleiben wird, weil viele Kinder in dem angrenzenden Bereich wohnen und der Schulweg womöglich betroffen sein wird. Auch das Heriburg Gymnasium bleibt am Donnerstag geschlossen: Sollten wir evakuieren müssen, wird dort ein Betreuungszentrum für die Anwohner eingerichtet.“ 

Ob es dazu kommt, welcher Zeitraum und welcher Radius dann gilt, klärt sich erst am Donnerstagvormittag. Wer Fragen zu den Vorbereitungen hat, kann sich im Fachbereich Ordnung uns Soziales melden. Die Telefon-Nummern (02541) 939-2415 und -2915 sind bis zum Ende des Einsatzes als Bürgertelefon erreichbar.

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