Schüler des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs erstellten Podcast

Urkunden und Buchpreise

Die erfolgreichen Schüler der Höheren Handelsschule HH 1-10 nach der Auszeichnung mit Lehrer Andreas Reuters (vorne, Zweiter von links), Heike Seidel-Hölscher (vorne, Dritte von links) und Schulleiterin Monika Stoll-Röhl (vorne, Zweite von rechts).

Coesfeld/Billerbeck. Urkunden und Jugendbücher erhielten gestern im Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg die Schüler der Höheren Handelsschule HH 1-10 aus den Händen von Schulleiterin Monika Stoll-Röhl, Heike Seidel-Hölscher (2. Vorsitzende von „Hilfe für Narowlja/Tschernobyl e.V.“) und Klassenlehrer Andreas Reuter.

Sie hatten an dem Schülerwettbewerb „Regionalgeschichte(n)“ der Bundeszentrale für politische Bildung teilgenommen und sich verstärkt mit dem Atomunglück in Tschernobyl beschäftigt. Hierfür war am 15. November auch Heike Seidel-Hölscher im Unterricht.

Wie es zu dieser erfolgreichen Teilnahme kam? Klassenlehrer Andreas Reuters, der unter anderem auch Politik und VWL unterrichtet: „Nach der Katastrophe in Fukushima zeigten sich die Schüler sehr an dem Thema ,Kernenergie und die Gefahren für die Menschen‘ interessiert. In der Broschüre für den Wettbewerb sind wir auf das Thema ‚Ist das wirklich so gewesen?’ gestoßen. Es bestand dabei die Möglichkeit an einem Wettbewerb teilzunehmen, indem man einen Radio-Podcast erstellt. Das Thema war etwas anders gelagert, historisch zwischen 1969 und 1995.“

Aufgrund der Interessenten habe man sich dann für Tschernobyl entschieden und in dem Podcast einen Bezug und Vergleich zu Fukushima herstellen wollen. „Der Podcast hatte die Thematik, dass man einen Zeitzeugen einlädt, der zu dieser Zeit etwas erzählen kann. Dann sollte man der Frage nachgehen: ‚Welchen Wert hat die Aussage eines Zeitzeugen?’ Dann haben wir Heike Seidel-Hölscher aus Billerbeck vom Verein ‚Hilfe für Narowlja/Tschernobyl’ eingeladen. Wir haben sie befragt, weshalb sie sich so für Tschernobyl engagiert und wie sie das erlebt hat. Sie hat von dem Tag der Katastrophe erzählt, die daraus resultierenden Auswirkungen im Münsterland, von Familien, die dort gewohnt und diese Katastrophe miterlebt haben, unter anderem auch, wie die Kinder es dort in den Kindergärten und Schulen erlebten, bevor sie evakuiert wurden. Das war für die Schüler sehr bewegend“, so Andreas Reuters.

Es sei ein zweistündiges Interview geführt worden, und Heike Seidel-Hölscher habe unter anderem noch Fotos und Dias von ihrer Tschernobylreise gezeigt. „Einen kleinen Teil haben wir für den Wettbewerb herausgenommen. Das Ergebnis war ein 8-minütiger Podcast, den wir auf CD gebrannt haben.“

Das Projekt führten die 23 Schüler in rund 14 Unterrichtsstunden von September bis November 2011 mit zusätzlichen Internetrecherchen zuhause durch.

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