„Basement Brawl“ zum sechsten Mal in der Fabrik

Traditionsreicher Keller

Carsten Averkamp, Felix Volbert von der Fabrik bewachen mit den Organisatoren des „Basement Brawls“ Jan Stauvermann, Lukas Bertels und Philipp Mussinghoff die Tür zur Coesfelder Rockzentrale. Foto: Theresa Schröer

Coesfeld. „Laut, dreckig und gib ihm“ – so soll es werden beim diesjährigen „Basement Brawl“ am Freitag, 27.

November. Und welcher Ort wäre für so ein Rock- und Metalkonzert besser geeignet als der Keller der Fabrik in Coesfeld. Schließlich war es dieser Keller, der zur Inspiration für das Konzert wurde, das nun bereits im sechsten Jahr stattfindet. 

„Der Keller ist Coesfelder Tradition und die lokale Rockzentrale. Früher ist jede Party im Keller der Fabrik ausgeklungen und oft kam der Abend erst dort zum Höhepunkt“, erinnert sich Jan Stauvermann, Organisator des Basement Brawls. Der gebürtige Osterwicker hatte vor sechs Jahren die Idee, dem Keller neues Leben einzuhauchen – und zwar lautstark! „Es ist ein bisschen dreckig da unten, genau wie die unsere Musik. Keine durchproduzierte Radiomusik, sondern handgemachte Musik mit Herzblut“, erklärt er.

Bei „Basement Brawl“ soll man sehen wo „richtige Musik“ herkommt: Musiker hocken dort nicht mit Laptops und Samplern, sondern bringen mit Schlagzeug, Gitarre und Bass ihre Energie und Kreativität auf die Bühne. Zeigen werden das in diesem Jahr die Coesfelder Trash-Pop-Band „Zentai“, die Rock-Pop-Band „ELNA“ aus Ahaus und aus Münster die Punk-Rock-Band „DAMNIAM“ und „Notions“. 

Verstärkung bei der Organisation bekam Stauvermann 2013 von Lukas Bertels und Philipp Mussinghoff, die auch das musikalische Spektrum der Veranstaltung ergänzen konnten: zu einem Metal-Hardcore-Liebhaber kamen zwei Alternative-Punker dazu. Unterstützung gibt es auch vom Team der Fabrik, das mit seiner Erfahrung mit großen Veranstaltungen hilfreich zu Seite steht. Zusammen sorgen sie für mehr Rockmusik in Coesfeld. „Außer Rock am Turm hat Coesfeld leider nicht viele Veranstaltungen zu bieten, obwohl viele Bands aus unserem Kreis stammen“, erklärt Mussinghoff. Durch den „Berkel Brawl“ im Rahmen der Coesfelder Pfingstwoche und den „Basement Brawl“ werden dem Rock in Coesfeld zwei neue Bühnen geboten. Neben dem Spaß am Pogo und Stage-Diving beim „Brawl“, wörtlich übersetzt „Schlägerei“, steht natürlich die Idee im Vordergrund, lokale Bands zu fördern. „Wir freuen uns immer, wenn sich Bands aus ihrer heimischen Garage auf die Bühne trauen! Bei unseren „Brawls“ können sie Erfahrungen sammeln und sich im Backstagebereich bei einem Bierchen mit anderen Musikern austauschen“, sagt Bertels. Interessierte Bands können sich über die Facebookseite des „Basement Brawls“ mit den Organisatoren in Verbindung setzen.

Der Keller öffnet am Freitag, 27. November, um 20 Uhr seine Tore. Eintrittskarten sind im im Cafe Central für 6 Euro, an der Abendkasse für 8 Euro erhältlich.

SL-Ausgabe vom 28.10.2015

Von Theresa Schröer

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