Neues Grundstück bereits vermessen

Das Tierheim zieht um: An dieser Stelle wird neu gebaut

+
Vorsitzender Jürgen Hille und Geschäftsführerin Sandra Kassenböhmer mit Hund Willi zeigen die Pläne für den Neubau des Tierheims im Letter Bruch.

Lette. „Endlich haben wir es geschafft“, beginnt Jürgen Hille, erster Vorsitzender des Tierheims Lette, das Gespräch voller Vorfreude. Nach drei Jahren Suche haben die Verantwortlichen jetzt ein passendes Grundstück für den Neubau des Tierheims gefunden. Schon vor einiger Zeit hatten sich die im Tierheim Engagierten dazu entschieden, ihr Eigenkapital – bestehend aus Spenden und Erbschaften – nicht in das derzeit gemietete Objekt zu stecken, sondern an einem anderenStandort einen Neubau zu errichten.

„Wir wollen möglichst ökologisch bauen und durch regenerative Energien die Ressourcen schützen“, so Jürgen Hille. „Wir wollen nicht nur die Tiere, sondern auch die Natur schützen“, ergänzt Sandra Kassenböhmer. Schon seit dem Jahr 1992 werden im Tierheim Lette, das vom Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung betrieben wird, Fundtiere aus den Kommunen Coesfeld, Dülmen, Nottuln, Havixbeck, Billerbeck, Rosendahl und Reken aufgenommen, liebevoll gepflegt und vermittelt. Durch das Zusammenspiel und das enorme Engagement von Tierpflegern und ehrenamtlichen Mitarbeitern werden jährlich rund 900 Tiere versorgt. Das Tierheim Lette ist zudem ein Ausbildungsbetrieb und arbeitet mit Bundesfreiwilligendienstlern zusammen.

Im Frühjahr des kommenden Jahres soll nun der Neubau im Letter Bruch auf einem etwa 7500 Quadratmeter großen Gelände beginnen. „Wir sind ein so gut aufgestelltes Team, in dem jeder seine Bereiche hat und sich alle unterstützen und ergänzen, dass wir uns direkt einig waren, dass wir dieses große Projekt gemeinsam stemmen können“, zeigen sich Jürgen Hille und Sandra Kassenböhmer zuversichtlich.

Keine Zwinger, sondern große Räume für Hunde

Unterstützung bei den Plänen bekam das Tierheim durch einen Architekten, der selbst Mitglied des Vereins ist. Eine Woche nachdem die Verträge für den Neubau unterschrieben wurden, konnten die Pläne auf dem diesjährigen Sommerfest gezeigt und mit Bewunderung bestaunt werden.

Im Neubau werden nicht nur energetische Maßnahmen zur Kosteneinsparung berücksichtigt, sondern auch die Optimierung für das Personal wurde beachtet. „Wir wollen mit der Zeit gehen und zukunftsorientiert an das Projekt rangehen“, erklärt Hille. Das Gebäude wird ein in sich geschlossener Körper: Der Empfangsbereich und die Büros werden sich in der Mitte des Objektes befinden. Links davon ist die Kranken- und Quarantänestation geplant, die für Besucher unzugänglich ist. Rechts vom Eingangsbereich wird der Vermittlungstrakt seinen Platz finden. Zudem wird es für die Hunde keine Zwinger mehr geben, sondern richtige Räume mit Fenstern und einem Zugang zum großen Außenbereich mit gesicherten Ausläufen. „So können die Tiere Ruhe finden und sich zurückziehen“ sagt Sandra Kassenböhmer.

Grundstück wurde bereits ausgemessen

Das Grundstück wurde in der vergangenen Woche ausgemessen und auch die Pläne für das neue Gebäude stehen schon fest. „Vermutlich wird die Bauzeit zwei Jahre betragen, daher kann es sein, dass wir zeitweise an beiden Standorten arbeiten und die Vermittlungsstation schon eher am neuen Standort einziehen wird“, erklärt Vorsitzender Jürgen Hille. „Wir haben lange gesät, jetzt ist es Zeit die Ernte einzuholen“, so Sandra Kassenböhmer abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare