Studierende des Oswald-Berufskollegs analysieren DJK Coesfeld

12 Studierende des Oswald-von-Nell-Berufskollegs haben die DJK Coesfeld-VBRS in einer Projektarbeit genau untersucht. Dafür haben sie Mitglieder, Mitarbeiter und Externe befragt. Nun haben sie dem Verein Handlungsempfehlungen gegeben. Geschäftsführer Michael Laukamp möchte nun einen Strategieplan ausarbeiten.

Coesfeld. „Jetzt sind wir dran“, lacht Michael Laukamp von der DJK Coesfeld-VBRS, während er eine große Kladde mit dem Titel „Projekt Zukunft“ in der Hand hält. „Wir sind gerade dabei, uns durch die Seiten zu arbeiten und gucken dann, was wir umsetzen können.“ Die Kladde ist das Ergebnis eines umfangreichen Projektes, das 12 Studierende des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs mit ihren Lehrern Andreas Hilgenberg, Carsten Dirks und Dirk Waterkamp im letzten halben Jahr durchgeführt haben. „Sie haben unseren Verein auf Herz und Nieren geprüft“, so Laukamp.

Im Rahmen des Projektes beschäftigten sich die Studierenden, die berufsbegleitend ihren staatlich geprüften Betriebswirt machen, mit verschiedensten Faktoren des Vereins – vom Kursangebot über das Marketing bis zur Parkplatzsituation. „Das Thema der Untersuchung haben wir ziemlich offen gehalten“, erklärt Johanna Germies, die als Studierende an dem Projekt beteiligt war. „Wir wollten den Ist-Zustand des Vereins ermitteln und darauf aufbauend Handlungsempfehlungen geben, damit der Verein für die Zukunft gut aufgestellt ist.“

Um diesen Ist-Zustand möglichst umfassend zu ermitteln, entwickelten die Studierenden Fragebögen mit den Themenfeldern Markt, Image, Kommunikation und Sportstätten. „Wir haben Mitglieder, Mitarbeiter und Externe befragt“, weiß Marie-Dominique Hörr, die die Projektleitung übernommen hat (siehe „Leute heute“, Seite 27). In ihrer Auswertung konnten die Studierenden zusätzlich zwischen verschiedenen Zielgruppen wie zum Beispiel Altersgruppen unterscheiden.

„Uns war klar, dass der Verein schon recht gut aufgestellt ist“, berichtet Hörr von der Ausgangslage. „Und trotzdem konnten wir recht schnell sehen, wo Handlungsbedarf besteht.“ Ein Manko sehen die Studierenden darin, wie sich der Verein in der Öffentlichkeit präsentiert.

„Die Flyer sind zum Beispiel nicht einheitlich“, weiß Max Hövelbrinks. „Wir empfehlen hier einen einheitlichen Aufbau mit einer festgesetzten Schriftart – also so, dass man sofort erkennt, um welchen Verein es sich handelt, wenn man einen Flyer der DJK sieht.“ Dies ist ein Punkt, den Michael Laukamp auf jeden Fall verfolgen will. „Mit ihrer Kritik haben sie völlig Recht“, bestätigt der Geschäftsführer. „Das ist auch etwas, das wir recht schnell umsetzen können.“ Andere Dinge seien schwieriger zu verändern. „Um beispielsweise im Empfangsbereich des Mobile mehr Diskretion zu ermöglichen, wären größere Umbaumaßnahmen notwendig.“

Das Projekt bedeutete für die Studierenden einen enormen Zeitaufwand. „Wir konnten auch nicht alle Punkte, auf die wir gestoßen sind, in dem halben Jahr genau analysieren“, verrät Hövelbrinks. „Dafür hätten wir noch deutlich mehr Zeit gebraucht.“

Laukamp will in den nächsten Wochen einen Strategieplan erstellen, um die Umsetzung der Handlungsempfehlungen in Gang zu bringen. „Es ist total toll, wie intensiv die Studierenden sich mit unserem Verein auseinandergesetzt haben. Mich hat es wirklich erstaunt, wie sehr sie ins Detail gegangen sind.“

Mehrere Ausgaben des Ergebnisberichts können von DJK-Mitgliedern im Mobile und in der Geschäftsstelle Reiningmühle ausgeliehen werden.

Außerdem werden Mitgliedern und Mitarbeitern zentrale Ergebnisse am kommenden Dienstag, 14. März, um 19 Uhr im Anna-Katharina-Pfarrheim vorgestellt.

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