Streiflichter-Interview mit Udo Hoppe, Brigitte Exner und Johst Höbrink vom Stadtmarketing Coesfeld

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Freuen sich auf die kleine Feier anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Stadtmarketing Vereins Coesfeld & Partner e.V.: Brigitte Exner, die allererste Vorsitzende des Stadtmarketing Vereins, und Udo Hoppe, der Geschäftsführer des Stadtmarketing Vereins.

Coesfeld. Nicht groß und pompös, sondern eher klein und bescheiden feiern die Mitglieder und Wegbegleiter des Stadtmarketing Vereins Coesfeld & Partner e.V. das 25-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft Stadtmarketing Verein Coesfeld. Ein Frühschoppen wird es an diesem Freitag geben. „Danach feiern wir gemeinsam auf der Pfingstwoche“, sagt Udo Hoppe mit einem Lachen im Gesicht. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Stadtmarketing Vereins Coesfeld, der allerersten Ersten Vorsitzenden Brigitte Exner, der damaligen ehrenamtliche Bürgermeisterin, und Johst Höbrink, ihrem damaligen Stellvertreter und ehemaligen Vorsitzenden des Werberings, sprach Streiflichter-Redakteurin Yvonne Reher über die Anfänge, die erreichten Ziele, Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft.

Aus welchem Anlass wurde vor 25 Jahren der Stadtmarketing Verein gegründet? Es gab doch bereits einen Verkehrsverein, einen Werbering und einen Stadtsportring? War dies nicht genug?

Brigitte Exner: Die Kräfte waren gut – keine Frage, aber es fehlte die Koordination. 

Johst Höbrink: Es bestand ein massives Defizit und das war die mangelnde Kommunikation mit der Stadtspitze. Bei einem „Kaffeekränzchen“ mit damals designierten Chef der Sparkasse Heinrich-Georg Krumme entstand die Idee, Kräfte zu bündeln. Ich war ganz begeistert. 

Frau Exner, warum haben Sie und der damalige Stadtdirektor Rainer Christian Beutel die Initiative unterstützt? 

Brigitte Exner: Wir wollten das „Wir-Gefühl“ stärken. Und Coesfeld gemeinsam nach vorne bringen. Und mit der Gründung eines Stadtmarketing Vereins waren wir die Vorreiter in der Region. Es gab einen Push. 

Herr Höbrink, wann genau war die Geburtsstunde des Stadtmarketing Vereins? 

Johst Höbrink: Es war das große Event, das Marketing-Symposium, in der Handwerksbildungsstätte in Coesfeld. Rund 200 Menschen haben sich dort zusammengefunden. Arbeitsgemeinschaften wurden gebildet und Ziele gesteckt. 

Konnten viele Ziele und Wünsche umgesetzt werden? 

Brigitte Exner: Das Frühlingsfest und die Automeile gehören zu den ersten Veranstaltungen, die neu umgesetzt worden sind. 1994 haben wir ein Stadtfest organisiert. Es wurde jedoch zu viel, mussten wir uns eingestehen. Und auch ein Beachvolleyball-Turnier wurde zu den Anfängen des Stadtmarketing Vereins ausgetragen. 

Johst Höbrink: Und manchmal mussten wir bremsen. Eine Anekdote: Dr. Hans Hermann Westermann (Anm. Red.: der damalige Leiter der Volkshochschule Coesfeld, Billerbeck, Nottuln, Rosendahl und Leiter des Fachbereichs Kultur und Weiterbildung der Stadt Coesfeld) hatte die Idee, eine einwöchige Veranstaltung mit hochkarätigen Künstlern auszurichten. 50 000 DM sollte sie kosten. Zu teuer! Wir mussten zurückrudern. 

Brigitte Exner: Und unser Ziel ein Nachbarschaftsring zu gründen, ist leider im Sande verlaufen. 

Herr Hoppe, ist es aus dem Blick? 

Udo Hoppe: Nein! Es gibt ein Verzeichnis. Aber aktuell sehen wir unsere Schwerpunkte darin, unsere Händler bei den verkaufsoffenen Sonntagen zum Beispiel mit Aktionen wie Midnight-Shopping wieder einzubeziehen, und in der Digitalisierung der Handelsgutscheine. Letztere soll im nächsten Jahr starten. Die Gutscheine möchten wir sowohl digital als auch in Papierform anbieten. 

Was hat der Stadtmarketing Verein bewirkt? 

Brigitte Exner: Dass Wirtschaftsunternehmer und Händler miteinander reden und voneinander profitieren. 

Johst Höbrink: Es ist eine systematische Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Interessengruppen entstanden. 

Was würden Sie, Frau Exner und Herr Höbrink, sich für den Stadtmarketing Verein wünschen? 

Brigitte Exner: Dass junge Leute frühzeitig eingebunden werden. Sie bringen andere Ideen wie zum Beispiel in die Städtepartnerschaft mit De Bilt ein (Anmerkung der Redaktion: Brigitte Exner ist seit Jahren Vorsitzende des Partnerschaftskomitees De Bilt). 

Johst Höbrink: Ich bin mir bewusst, dass die Arbeit des Stadtmarketing Vereins aufgrund des deutlich erschwerten Umfelds (mehr Filialisten) nicht leicht und die Situation im Handel nicht einfach ist. Dennoch wünsche ich mir, dass die Verantwortlichen des Stadtmarketing Vereins mehr Gas – insbesondere im Bereich bezahlbaren Parkraum – geben, um die Zukunft des innerstädtischen Einzelhandels zu sichern.

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