Beigeordneter Thomas Backes berichtet im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen über das auf fünf Jahre angelegte Projekt.

Die Stadt Coesfeld ist Partner im Regionale-Projekt GrünSchatz

Coesfeld. Die Stadt Coesfeld ist Partner im Regionale-2016-Projekt GrünSchatz.

Darüber informierte Beigeordneter Thomas Backes in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planen und Bauen am Dienstag. Auf Initiative der Stadt Dorsten, unter Federführung der Landwirtschaftskammer Bonn und in Kooperation mit der Westfälischen Wilhelmsuniversität Münster wird dabei untersucht, inwieweit Wildpflanzen und Stauden auf Ackerflächen und an Wegesäumen energetisch genutzt werden können. „Ziel ist es zu ermitteln unter welchen Voraussetzungen es ökologisch und ökonomisch sinnvoll sein kann, solche Aussaaten vorzunehmen. Das ist sowohl für die Landwirtschaft auf ihren Ackerflächen wie für die Kommunen auf den Begleitflächen interessant“, erklärt Stadtbaurat Thomas Backes. „Und wir können vielleicht der zunehmenden Artenmonotonie durch wachsenden Maisanbau entgegen wirken.“ Die Stadt Coesfeld beteiligt sich mit drei Teilfläche von Wirtschaftswegen an diesem Projekt. Die zwei bis fünf Meter breiten Begleitflächen von Wirtschaftswegen liegen in den Bauerschaften Stevede - vor der Gaststätte Wiesweg –, in Harle – zwei Teilstücke im Roruper Holz – sowie auf dem Coesfelder Berg im Übergang zum Sükerhook (Sitterschlucht) und wurden mit einer speziellen Wildpflanzenmischung angesät. Insgesamt sind 2.800 qm in das Projekt einbezogen. Innerhalb von fünf Jahren werden die Westfälische Wilhelmsuniversität Münster und die Landwirtschaftskammer Pflanzenbewuchs, Besatz durch Kleintiere, Bodenqualität und Energieertrag festhalten und ihre Schlüsse aus dem Datenmaterial ziehen.

Zum Thema:

GrünSchatz Es geht es darum, dem wachsenden Flächendruck im Münsterland zu begegnen. Die Idee sieht vor, aus heimischen Wildpflanzen neue Saatgutmischungen zu entwickeln, die ertragreich genug sind, um in Biogasanlagen verwertet zu werden. Zudem sollen sie ökologisch wertvoll sein und in das Landschaftsbild passen. Auf Versuchsflächen in Dorsten, Billerbeck, Coesfeld und Schermbeck-Gahlen wird der Anbau erforscht. 500.000 Euro werden hier über vier Jahre investiert, der Großteil des Geldes wird über das NRW-Umweltministerium finanziert. www.regionale2016.de.

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