Marlies Holiet-Franken und Team bei Bundesgartenschau erfolgreich

Und der Staatsehrenpreis in Gold geht nach Lette

Floristmeister Hans-Werner Roth (von links) und Gärtnermeisterin Marlies Holiet-Franken erhielten am Sonntag von Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, den Staatsehrenpreis in Gold.

Coesfeld. „Das ist die Olympiade der Gärtner“, sagt Marlies Holiet-Franken, Gärtnermeisterin von Blumen Franken aus Lette.

Zusammen mit Floristmeister Hans-Werner Rot aus Dortmund nimmt die 61-Jährige bereits seit 1991 an der Bundesgartenschau teil – und das überaus erfolgreich. In der Kategorie „Hallengestaltung/Standgestaltung“ gewannen sie bei der diesjährigen Auflage der größten Gartenbauausstellung Deutschlands neun Mal Gold und zwei Mal Silber.

Neun Mal Gold und zwei Mal Silber gewonnen

Damit sicherten sie sich den ersten Platz und erhielten am Sonntag den Staatsehrenpreis in Gold: „Und das zum zehnten Mal in Folge. Da können wir wohl schon stolz drauf sein“, zeigt sich Marlies Franken-Holiet bescheiden.

In diesem Jahr gestaltete die Letteraner mit ihrem Team elf Schauflächen von jeweils 1 000 Quadratmetern. Vier Tage Zeit haben die Gärtner und Floristen stets für eine Fläche. Die Blumen und Dekorationsartikel werden ihnen von Händler zur Verfügung gestellt. „Wir schaffen dann ein Gesamtwerk zu einem vorgegebenen Thema“, erzählt Marlies Holiet-Franken – und das mit lediglich vier bis zwölf Personen. „Da haben wir schon den ein oder anderen 14- oder 16-Stunden-Tag.“ Dennoch mache das Ganze riesigen Spaß: „Es herrscht immer eine tolle Harmonie auf den Bundesgartenschauen. Der Reiz für uns ist es, immer wieder etwas ganz Neues, etwas Anderes zu schaffen. Und dann natürlich auch, sich zu messen. Es ist super spannend, wenn man nach der Hälfte der Zeit guckt, wer schon wie viele Medallien hat und wo man selber steht.“

Highlight ist stets die finale Preisvergabe

Das Highlight: Die finale Preisvergabe. „Der fiebern wir jedes Mal voller Erwartung entgegen“, berichtet Marlies Holiet-Franken. „Und wenn man dann erfährt, dass man gewonnen hat, ist das schon eine Ehrung.“ Denn vergeben werden die Staatsehrenpreise in Gold, Silber und Bronze von der Bundesregierung. Die Medaillen und Urkunden wurden in diesem Jahr am Sonntag überreicht – vom Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, Heinz Herker, dem Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, und dem Staatssekretär vom landwirtschaftlichen Ministerium Rheinland-Pfalz, Dr. Thomas Griese.

„Das war wie immer eine sehr festliche Veranstaltung“, erzählt Marlies Holiet-Franken und freut sich schon jetzt auf die nächste Bundesgartenschau 2013 in Hamburg.

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