UPDATE: Entschärfung wohl kommende Woche

Sprengkörper in Baugrube geortet

Coesfeld. In einer Baugrube in Coesfeld für den zukünftigen Jakobipark ist ein Sprengkörper geortet worden.

Das teilt die Stadt Coesfeld mit. Nach Hinweisen auf Luftbildern hat der Kampfmittelräumdienst verdächtige Stellen untersucht und ist an einer Stelle fündig geworden. Es handelt sich vermutlich um eine 5 Zentner schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Bisher konnte lediglich das Leitwerk der Bombe in Augenschein genommen werden. Derzeit ist die Grube wieder mit Sand verfüllt. Gestern ist die Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg erfolgt. „Die hat ergeben, dass keine kurzfristige Räumung erforderlich ist. Zurzeit geht von dem Sprengkörper keine Gefahr aus“, erklärt Dr. Thomas Robers, Beigeordneter der Stadt. Heute hat die Stadt alle Behörden und Einrichtungen informiert, darunter auch das Krankenhaus und das Altenheim St. Katharinen-Stift. Der Zeitpunkt der Entschärfung werde noch abgestimmt. Die Sicherheit der Menschen habe höchste Priorität, insbesondere für die Patienten und hilfsbedürftigen Menschen. Weitere Informationen über die notwendigen Schritte können erst nach sorgfältiger Prüfung der Sachlage und Abstimmung mit den Beteiligten erfolgen, heißt es weiter.

UPDATE 1 (Pressemitteilung des Kreises Coesfeld):

Krisenstab des Kreises nimmt Arbeit auf

Coesfeld. Nach dem Fund einer Fliegerbombe auf dem Gelände des zukünftigen Jakobiparks in Coesfeld hat nun der Krisenstab des Kreises Coesfeld die weitere Organisation und Koordinierung des Einsatzes übernommen. Dieser Schritt erfolgte in enger Abstimmung zwischen Kreis und Stadt Coesfeld.

Nach einer erweiterten Expertenrunde am Montag, 27. Januar, unter Beteiligung des Kampfmittelräumdienstes wird entschieden, wann die Bombe voraussichtlich entschärft wird und inwieweit dazu eine Räumung benachbarter Gebäude erforderlich ist. Dies soll im Laufe der kommenden Woche erfolgen. Eine akute Gefahr geht von der Bombe derzeit nicht aus, weshalb eine kurzfristige Räumung nicht erforderlich ist. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde nach Auswertung von Luftbildaufnahmen vor den Bauarbeiten zum Jakobipark geortet. Bis auf das Leitwerk konnte sie bisher noch nicht in Augenschein genommen werden. Das soll auch in der kommenden Woche passieren, wenn das Abpumpen des Grundwassers erfolgt ist.

Durch die Einrichtung des Krisenstabes ist es möglich, unmittelbar auf die für Großschadensereignisse geschaffenen Strukturen der überörtlichen Hilfe zurückzugreifen. „Die Spanne der denkbaren Beteiligten reicht dabei vom Sanitätsdienst über das technische Hilfswerk bis hin zu personeller und logistischer Unterstützung aus anderen Kreisen“, erläutert Krisenstabsleiter Dr. Ansgar Scheipers. Da eine Evakuierung des benachbarten St.-Vincenz-Hospitals und des St.-Katharinen-Stiftes sowie angrenzender Wohnhäuser derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, sind erste Vorbereitungsmaßnahmen hierfür bereits angelaufen. Einzelheiten zum voraussichtlichen zeitlichen Ablauf einer Entschärfungsaktion können erst nach der Erörterung mit den Verantwortlichen des Kampfmittelräumdienstes in der kommenden Woche mitgeteilt werden.

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