Sportliche Jubiläumswoche

Kindergarten St. Ludgerus ist seit 10 Jahren Bewegungskindergarten

+
Viele verschiedene Bewegungslandschaften waren in der Jubiläumswoche im Bewegungskindergarten St. Ludgerus aufgebaut. In jedem Gruppenraum gab es ein anderes Thema.

Coesfeld. Essen auf dem Boden? Das gibt es im Kindergarten St. Ludgerus Coesfeld sonst nicht. In der vergangenen Woche, von Mittwoch, 11. September, bis zum heutigen Mittwoch, war alles etwas anders – in diesen Tagen feierte der Kindergarten eine besondere Jubiläumswoche. Seit zehn Jahren ist er „Anerkannter Bewegungskindergarten des Landessportbundes NRW“.

Um mit diesem Siegel ausgezeichnet zu werden, musste die Einrichtung verschiedene Voraussetzungen erfüllen: „Man muss zum Beispiel die Zusammenarbeit mit einem Verein nachweisen, in unserem Fall ist es die DJK Eintracht Coesfeld-VBRS“, erklärt die Einrichtungsleitung Annette Gebker. Die Erzieher – alle auf dem Gebiet der Bewegungserziehung besonders qualifiziert – veranstalten außerdem regelmäßig Elternabende zu dem Thema und schreiben Berichte über Aktionen und Tätigkeiten. Annette Gebker sagt: „In unserem Kindergarten bekommen die Kinder viele Bewegungsanreize, um sich positiv zu entwickeln.“ So können sie beispielsweise in der „Mitte“, dem großen und offenen Eingangsbereich, klettern, schaukeln, kriechen, krabbeln und im Bällchenbad toben. Auch die Turnhalle ist jeden Tag für alle Kinder geöffnet. Sie können ihren Spielort frei wählen, finden in ihren Gruppen aber immer einen Rückzugsort mit festen Erziehern – sozusagen einen „sicheren Hafen, in den sie immer wieder zurückkehren können“, so Gebker.

In der Jubiläumswoche gab es für die Kinder sogar noch eine Portion mehr Bewegung: Aus allen Gruppenräumen und dem Frühstückscafé wurden die Stühle und Tische verbannt und so noch mehr Platz zum Toben geschaffen. In jedem Raum gab es verschiedene Bewegungsmaterialien wie Turnmatten oder Sprossenleitern, die sonst nur in der Turnhalle zu finden sind. Während bei den Elefanten „Kriechen und Krabbeln“ Thema war, war es „Hoch und Runter“ bei den Fröschen und „Drehen und Springen“ bei den Tausendfüßlern. Der Bärenraum wurde zum Bauzimmer.

Räume ohne Tische und Stühle bedeuten aber gleichzeitig, dass auf dem Boden auch gemalt und sogar gegessen wurde. „Das war eine neue und besondere Erfahrung für die Kinder“, so Gebker. Am heutigen Mittwoch gab es zum Abschluss der Jubiläumswoche ein gesundes Sportlerpicknick mit den Eltern – natürlich auch auf dem Boden. Diese konnten sich die Ausstellung „Kinderwelt gleich Bewegungswelt – oder auch nicht“ anschauen. Gebker sagt: „Viele Kinder hängen heutzutage viel zu lange vor dem PC, Tablet oder Fernseher. Die Eltern müssen ein Vorbild sein, mit den Kindern raus in die Natur gehen und Spaziergänge machen. Denn eine gute Grobmotorik ist die Grundlage für die Feinmotorik eines Kindes.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare