Ab sofort können Parkscheine mit dem Smartphone bezahlt werden

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Uwe Dickmanns (von links), Bürgermeister Heinz Öhmann und Philipp Zimmermann präsentieren ihre Smartphones – mit denen können sie ab sofort ihre Parktickets bezahlen.

Coesfeld. Um in Coesfeld einen Parkschein zu kaufen, müssen Autofahrer nicht mehr unbedingt den Parkscheinautomaten nutzen – Parkgebühren können ab sofort mit dem Smartphone bezahlt werden.

„Wir haben einen weiteren Schritt der Digitalisierung in Gang gesetzt“, sagt Bürgermeister Heinz Öhmann – und meint damit das Bezahlsystem, das seit dieser Woche genutzt werden kann.

Das Zahlen mit Bargeld ist nach wie vor möglich – und bereits an acht Parkscheinautomaten kann auch mit der Karte gezahlt werden. Bis Juni soll dies an allen 23 Automaten möglich sein.

Ganz unabhängig von den Parkscheinautomaten gibt es nun zusätzlich die Möglichkeit, mit dem Smartphone zu zahlen. „Das geht per App, SMS oder Anruf“, erklärt Philipp Zimmermann, stellvertretender Geschäftsführer von „smartparking – Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung“, einem Zusammenschluss von führenden Anbietern elektronischer Zahlungssysteme. Mit dieser Initiative hat die Stadt Coesfeld das neue System auf den Weg gebracht – und damit eine wettbewerbsübergreifende Lösung gefunden, denn Autofahrer können sich selbst für einen Anbieter entscheiden. Bunte Aufkleber mit dem Anbieter-Angebot auf den Automaten weisen die Autofahrer darauf hin. Dass das Bezahlen per Handy sehr unkompliziert ablaufen kann, findet Uwe Dickmanns vom Fachbereich Bauen und Umwelt, der das Parken per App bereits ausprobiert hat. „Man kann vor Ort eine der Apps runterladen, das dauert keine zwei Minuten.“ Wer sich vorher über die unterschiedlichen Anbieter informieren möchte, kann dies online tun. Das Angebot von „EasyPark“, „ParkNow“, „Park and Joy“, „moBiLET“ und „Yellowbrick“ unterscheidet sich zum Beispiel hinsichtlich der Zahlungsmöglichkeiten oder Preise. Die kommunale Parkgebühren ändern sich nicht, jedoch erheben die Anbieter Zuschläge. Die Spanne reiche von circa 10 bis 35 Cent pro Parkvorgang, so Zimmermann. Jedoch gebe es die Möglichkeit, Mehrkosten auszugleichen. Zum Beispiel durch die Option, Parkzeiten flexibel über das Handy anzupassen. „So zahlt man nur die Zeit, in der man tatsächlich parkt,“ so Dickmanns. Knöllchen können Autofahrer natürlich trotzdem bekommen. Das Ordnungsamt überprüft die Tickets über die Nummernschilder.

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