Für die Models war während der Show hinter den Kulissen Tempo gefragt

„Sind super Team geworden“

Attraktives Brautquartett: (von links) Kerstin Fliß, Sandra Ortmann, Christina Kuhlmann und Lena Plastrotmann präsentierten Kleider von Birgit‘s Braut-Boutique.

Coesfeld. Die Stimmung auf den Brettern, die sonst die Welt bedeuten, ist hektisch, aber gut.

Auf der Bühne der Coesfelder Bürgerhalle bleibt heute der Vorhang geschlossen – dahinter ist der Bereich, in dem sich die Models an- und umkleiden. Der Bereich, in dem sie sich jetzt, einige Minuten vor der Show, noch im wohltuenden Dunkel abseits der Scheinwerfer aufhalten können.

Gleich zwei Räume im Backstage-Bereich können die 16 Mädels für sich nutzen. Der Platz ist auch dringend nötig, denn überall stehen Kleiderständer, Schuhkartons und Frisiermaterialien. Trotz des großen Durcheinanders ist die Stimmung ausgelassen. Vor den ersten Läufen wirft jeder noch mal einen Blick in den Spiegel. Einige gönnen sich ein Gläschen Sekt. „Das beruhigt die Nerven“, schmunzelt eine Kandidatin.

Die vier männlichen Models dagegen drängen sich um einen einzelnen Kleiderständer auf der linken Seite der Bühne, gleich hinter dem Ton- und Lichttechniker. In der Mitte hat das Team von Juwelier Heming einen großen Tisch in Beschlag genommen. „Wer hat noch keinen Schmuck?“, ruft eine Mitarbeiterin in den Raum und winkt mit einer Kette. Das achtköpfige Team aus dem Modehaus Mauermann wirbelt derweil zwischen den Models umher. Susanne Klöpper und Annette Dirkes ziehen hier und dort Röcke gerade und streichen Oberteile glatt. Ihr Chef Paul Mauermann schaut derweil nervös hinter dem Vorhang her in die sich füllende Halle.

Am großen Bildschirm können alle, die gerade nicht auf dem Laufsteg im Einsatz sind, die Schritte ihrer „Kollegen“ verfolgen. Trotzdem – vor dem ersten Gang hinter den Vorhang können sich einige einen aufgeregten Kommentar nicht verkneifen. „Ich hab Leute gesehen, die ich kenne“, kreischt etwa Kerstin Fliß aus Merfeld.

Zwischen den einzelnen Durchgängen wird es hektischer: Schmuck und Brille abgeben. Schuhe tauschen. Outfit wechseln. Anstellen. Warten. Wieder raus auf den Laufsteg.

Und alles schnell, schnell, schnell. Gut, dass immer wieder die fleißigen Helfer der Sponsoren zur Hand gehen. Nur beim Zwischenprogramm bekommen auch die Models mal die Chance zur Atempause. Die wird dann auch gleich genutzt, um sich über die Outfits und die kleineren Patzer zu unterhalten.

Je länger die Modenschau dauert, umso gelöster wird die Stimmung. Fast jeder Gang der Models auf den Laufsteg wird jetzt von begeistertem Klatschen begleitet. Und die Zeit vergeht wie im Fluge. Schon steht die letzte Runde an – für die Wahl zum „Topmodel der Coesfelder Fashion Party“.

Doch wie Sieger dürfen sie sich alle fühlen. Komplimente gibt es von allen Seiten. Kein Zweifel: Die Models haben ihre Sache großartig gemacht. Und hinter der Bühne waren sie wie eine große Familie. „Wir kannten uns ja vorher nicht, aber hier haben sich alle fantastisch verstanden“, meint René Kühn. Wir sind ein super Team geworden!“

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