„Nährboden für neue Ideen“

Simon Röckinghausen eröffnet ersten Coworking Space in Coesfeld 

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Simon Röckinghausen (links) eröffnet auf dem Hof seiner Familie einen Coworking Space. Sein Vater Paul Rüping unterstützt das Vorhaben.

Coesfeld. „Was ist eigentlich Coworking?“ – Diese Frage wird Simon Röckinghausen häufig gestellt, seitdem er bekannt gegeben hat, den ersten Coworking Space im Kreis Coesfeld zu eröffnen. In Zukunft werden auf dem Hof seiner Familie Pendler, Kreative und Selbstständige Platz zum Arbeiten haben.

„Coworking (englisch für ,zusammen arbeiten’) ist eine neue Arbeitsform, die eine Alternative zum klassischen Arbeiten im Büro und Home Office darstellt“, erklärt Simon Röckinghausen. Menschen mit verschiedenen Berufen kommen zusammen, um konzentriert an ihren eigenen oder gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Dafür steht ihnen die nötigte Hardware und Infrastruktur zur Verfügung. „Das Besondere am Coworking ist die Community“, so der 23-jährige Simon Röckinghausen. „Der Webdesigner kann beispielsweise dem Fotografen, der neben ihm sitzt, bei seiner neuen Website helfen.“

Auslandssemester in Japan liefert Inspiration

Die Idee für dieses Projekt ist in den vergangenen Jahren entstanden und ausgereift. In seinem Wirtschaftsinformatik-Studium, welches er in diesem Semester abschließt, hat Simon Röckinghausen eine Menge über Digitalisierung gelernt. In der Studenteninitiative „Venture Club Münster“ und der Arbeit in einem Startup konnte er Erfahrungen zum Thema Unternehmensgründung sammeln. Besonders während seines Auslandssemesters in Tokio hat er selbst häufig in Coworking Spaces gelernt und gearbeitet und dabei die Vorteile dieser Arbeitsform erkannt.

„Der Kreis Coesfeld ist ein wichtiges Zentrum im Westmünsterland mit starkem Mittelstand und vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten“, sagt er. „Das bietet viel Potential für Innovationen. Mit dem Coworking Space möchte ich Themen wie Digitalisierung anschieben und einen Nährboden für neue Ideen schaffen.“

Ehemaliger Kuhstall wurde umgebaut

Standort ist der Hof seiner Familie (Gewerbehof Flamschen 2). Vor 13 Jahren hat sein Vater Paul Rüping den ehemaligen Kuhstall umgebaut. Seitdem befinden sich dort Büroräume mit einer Küche, einem Besprechungsraum und seit kurzem Glasfaserinternet. Ein Teil davon wird in Zukunft der neue Coworking Space sein. „Ich möchte in einem kleinen Rahmen mit circa fünf flexiblen und zwei festen Arbeitsplätzen starten“, sagt Röckinghausen. „Pläne für Erweiterungen gibt es bereits.“ Geplant sind zudem Workshops und weitere Events. „Ich glaube, dass dieser Standort einen spannenden Mix aus kreativem Freiraum im Grünen und dennoch zentraler Lage bietet“, meint er. Die Innenstadt erreicht man von dort aus in fünf sowie die Autobahnen 31 und 43 in rund 15 Minuten. Seine Eltern Doris Röckinghausen und Paul Rüping unterstützen das Vorhaben des jungen Gründers: „Wir glauben, dass der Coworking Space frischen Wind in die Region bringt.“

Der Coworking Space öffnet im November. Interessierte können sich auf eine Warteliste setzen. Weitere Infos auf www.flamschenzwei.de.

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