Neue Internetpräsenz der Stadt informiert über freie Grundstücke

Ab September können die Bauherren loslegen

Im Internet unter www.coesfeld.de/kulturquartier.html sind ab sofort zahlreiche Informationen rund um das neue Wohngebiet abrufbar, auch diese Skizze zu den noch verfügbaren Grundstücken.

Coesfeld. Die wichtigste Nachricht nahm Thomas Backes gleich vorweg: „Ab dem 1.

September können die privaten Bauherren loslegen!“ Gemeinsam mit Ludger Schmitz, Leiter des städtischen Fachbereichs Planung, Bauordnung und Verkehr, und Burckhardt Erdelkamp, zuständig für Kommunales Grundstücksmanagement bei der Stadt, stellte Backes als Stadtbaurat und Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft gestern Nachmittag im Rathaus den aktuellen Stand der Bauarbeiten und der Vermarktung in Sachen Wohngebiet Kulturquartier vor.

„Die Erschließungsarbeiten sind beauftragt, Abbruch und Geländeaufbereitung sind praktisch abgeschlossen“, sagt Thomas Backes. Die Arbeiter seien unter anderem auf alte Bodenkanäle und Fundamente gestoßen, die zusätzlich bearbeitet werden mussten. Ab dem 6. Juni lege die Firma Bernsen aus Nordhorn nun den Kanal und werde auch die Baustraße errichten, nachdem die Stadtwerke Coesfeld Gasleitungen in den Boden eingebracht haben. Sobald der Anschluss des neuen Kanals an den bestehenden Kanal im Darfelder Weg fertig sei, werde der Darfelder Weg in Höhe des alten Wohngebietes durch Poller abgebunden. Für die Arbeiten werde es stattdessen zwei Erschließungsstraßen von der Osterwicker Straße aus geben. Bis September soll auch die Lärmschutzwand zum Parkplatz Konzert Theater/Mehrzweckplatz stehen.

14 Grundstücke von

Torf betroffen

Unerwartetes hätten indes Bodenproben ergeben, die die Stadtentwicklungsgesellschaft noch ergänzend zu den Untersuchungen aus dem Bebauungsplanverfahren hat machen lassen. Unmittelbar entlang der Osterwicker Straße seien Torflinsen in sechs Meter Tiefe gefunden worden. „Torf ist in Coesfeld aufgrund der Nähe zur Berkel nichts Ungewöhnliches“, erläutert Backes. Der Torf bedeutet für die betroffenen Bauherren allerdings einen Mehraufwand, weil der Baugrund in entsprechender Tiefe mitunter erst tragfähig gemacht werden muss. „Beim Abschluss der Kaufverträge für die entsprechenden Grundstücke wird der Mehraufwand natürlich berücksichtigt“, sagt Backes. Betroffen sind 14 Grundstücke zur Osterwicker Straße hin, für neun von ihn gebe es konkrete Interessenten, die bereits informiert seien.

Trotz der aufgetretenen Problematiken sei der kalkulierte Kostenrahmen von knapp 4 Millionen Euro für die Erschließung des Wohngebietes eingehalten worden, so Backes.

Das ergänzte Bodengutachten hat die Stadt vor zwei Wochen auch allen anderen Bauinteressenten zugeschickt. „Jeder Bauherr kann sich so rechtzeitig mit seinem Architekten besprechen“, so Ludger Schmitz.

Die Torflinsen wirken sich indirekt auch auf die Bodensanierung im Bereich der ehemaligen Fabrik Ostendorf aus. Hatte die Stadt bisher vor, deutlich mehr zu tun als sie laut Bodenschutzbehörde Kreis Coesfeld muss, so kann sie jetzt den Boden nicht bis sieben Meter Tiefe ausheben. Grund ist die dazu notwendige Grundwasserabsenkung. „Die Torflinsen sollen nicht künstlich entwässert werden, das wäre nicht gut für die Osterwicker Straße, die eventuell Schaden nehmen könnte“, erläutert Backes.

Bisher feste Zusagen für

61 der 78 Grundstücke

Der Kreis hat daher ein abgeändertes Sanierungsverfahren genehmigt. Der Boden ist in den betroffenen zwei Stellen bis 3,50 Meter ausgehoben worden, alles wurde mit unbelastetem Material wieder verfüllt. Es bleiben allerdings leicht erhöhte Werte im Grundwasser. „Das ist für die Bebauung unbedenklich, aber wir werden vorsorglich auf einigen Grundstücken die Nutzung des Grundwassers zur Gartenbewässerung einschränken“, erklärt Backes, der auch betont: „Jeder Bauherr im Bereich des alten Fabrikgeländes erhält später eine Bescheinigung über den beprobten Baugrund auf seinem Grundstück.“

Wie läuft die Grundstücksvergabe? „Die Nachfrage ist deutlich höher, als wir zunächst erwartet hatten“, zeigen sich Backes, Schmitz und Erdelkamp zufrieden. Feste Zusagen liegen laut Erdelkamp für 61 der 78 Grundstücke vor, für einige weitere gebe es unverbindliche Anfragen. Frei sind noch sieben Grundstücke für Einzelhausbebauung, neun für Doppelhausbebauung sowie eines für ein Mehrfamilienhaus.

Lage und Ausrichtung der Grundstücke und die Bebauungsmöglichkeiten sind seit gestern auf der Internetseite der Stadt anschaulich dargestellt. Interessierte können sich auf www.coesfeld.de/kulturquartier.html auch über die Straßenausbauplanung oder Bodengutachten herunterladen. Informationen geben auch Burckhardt Erdelkamp und Monika Averbeck, Telefon (02541) 9391210.

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