Corona sorgte für weniger Erntehelfer

Schwierigkeiten bei der Ernte:  Bilanz des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Coesfeld

Kreis Coesfeld Landwirtschaft Ernte
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Viele Vertreter aus der Landwirtschaft trafen sich zu einem gemeinsamen Erntegespräch auf dem Hof Rahmann in Coesfeld.

Kreis Coesfeld. „Die Corona-Zeit hat uns vor große Herausforderungen gestellt“, blicken die Coesfelder Landwirte Andreas und Marion Rahmann auf die diesjährige Erntesaison zurück. Bei einem Treffen auf ihrem Hof mit Teilnehmern aus dem Landwirtschaftlichen Kreisverband, der Landfrauen, der Landwirtschaftskammer NRW und dem Landrat wurde gemeinsam Bilanz gezogen.

„Geeignete Erntehelfer zu bekommen war in diesem Jahr extrem schwierig“, erklärte Andreas Rahmann. Mit deutlich weniger Kräften mussten dann auf dem Hof Rahmann Früchte wie beispielsweise Erdbeeren oder Himbeeren geerntet werden.

Darüber hinaus haben die Landwirte – so auch Rahmann – Schwierigkeiten für ihre Produkte im Einzelhandeln angemessene Preise zu bekommen. „Wir bekommen von der Politik viele Vorgaben zur ökologischen Landwirtschaft und setzen diese natürlich auch gerne um. Gleichzeitig muss sich dies aber dann auch bei den Preisen im Einzelhandel und in den Köpfen der Verbraucher widerspiegeln, sonst haben wir keine Chance mit importierten Produkten zu konkurrieren. Wir brauchen ein Umdenken“, appelliert Dirk Schulze Pellengahr, stellvertretender Kreislandwirt des Kreises Coesfeld.

Große Witterungsunterschiede im Laufe des Jahres

Abgesehen von den Corona-Einschränkungen war die Witterung für die Landwirtschaft etwas besser als zuvor: Anders als in den vergangenen beiden Dürrejahren 2018 und 2019, hat sich die Landwirtschaft wieder leicht erholt. Auch kam es zu einem niedrigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Gersteerträge waren für viele Landwirte dennoch enttäuschen und lagen unter dem des Vorjahrs. Weizen, Roggen und Triticaleerträge konnten jedoch das Niveau halten.

Der Maisanbau in diesem Jahr ist von Hochs und Tiefs geprägt, die an den sehr unterschiedlichen Witterungsbedingungen lagen. Die Ernte des Silomaises startete bei den Flächen mit Trockenschäden bereits Ende August, wohingegen die Haupternte etwa Mitte September begann und sich bis in den Oktober hineinzieht.

Der Landfrauenverband hatte ebenfalls mit den Herausforderungen des Corona-Jahres zu kämpfen. Trotz vieler abgesagter Veranstaltungen schafften, gab es dennoch ein Gemeinschaftsgefühl dank digitalen Kontakts und eines gemeinsamen Besuchs des Autokinos.

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