Sein Traum wird wahr

Schiedsrichter Philipp Hüwe aus Coesfeld steigt in 1. Bundesliga auf

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Schiedsrichter Philipp Hüwe ist einst im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld groß geworden. Ab der kommenden Saison wird er im Bundesliga-Oberhaus die Fahne schwenken und sich auch auf hitzige Diskussionen – „Abseits oder nicht“ – mit den Profis an der Linie einstellen müssen.

Coesfeld/Hürth. Jetzt hat es Philipp Hüwe von der DJK Coesfeld-VBRS geschafft! Der 30-jährige Polizeioberkommissar aus Hürth steigt in die Schiedsrichter-Elite der 1. Fußball-Bundesliga auf. Der DFB hat am Montag sein Referee-Aufgebot für die neue Saison bekanntgegeben. Mit erst 30 Jahren darf sich Hüwe ab der kommenden Saison also in der Bundesliga beweisen. Der Pressesprecher der Polizei Köln gehört damit zum Kader der Schiedsrichter, den das DFB-Präsidium auf seiner außerordentlichen Sitzung am Montag für die Spielzeit 2020/21 abgesegnet hat und der 26 Namen umfasst.

Philipp Hüwe, der bisher in über 35 Einsätzen als Schiedsrichter-Assistent in der 2. und 3. Bundesliga sowie noch häufiger als Hauptschiedsrichter in der Regionalliga aktiv war, kommt zu den so genannten „spezialisierten“ Schiedsrichter-Assistenten der Bundesliga hinzu. Heißt: „Der DFB hat festgelegt, dass hauptsächlich Assistenten an der Linie stehen, die auch nichts anderes mehr machen. Deswegen hatte ich mich auch dementsprechend schon vor meinem Aufstieg darauf spezialisiert“, berichtet der gebürtige Coesfelder auf Streiflichter-Anfrage. „Damit wird die Zahl, die ich als Schiedsrichter noch normal pfeife recht überschaubar – oder vermutlich auf null sinken. Ich werde jetzt wirklich nur noch als Assistent oder auch noch als Vierter Offizieller im Einsatz sein.“ Was allerdings noch offen ist, ob er auch im Kölner Videokeller eingesetzt wird – ist dieser doch quasi vor der Haustür des Pressesprechers. „Ich bin jetzt erstmal froh, dass ich diesen Sprung in die Bundesliga geschafft habe. Das ist wirklich mein größter Traum gewesen und den habe ich jetzt realisiert. Das ist total wahnsinnig und ich kann es eigentlich noch nicht richtig begreifen“, ist Hüwe überwältigt als er am vergangenen Montag den Anruf aus der DFB-Zentrale erhält.

Übrigens: Seinen letzten Einsatz hat der talentierte Referee beim Zweitligaspiel zwischen Aufsteiger Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden. „Das war eine von zwei Partien während der Coronazeit. Und das war ungewohnt vor leeren Rängen.“ Da bleibt es nur zu hoffen, dass sich der 30-Jährige daran nicht gewöhnen muss.

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