Verkehrsführung nordwestliche Innenstadt: Auch CDU nun für Rückkehr zur alten Regelung

Rolle rückwärts im Rat?

Coesfeld. Die umstrittene – zunächst probeweise installierte – neue Verlehrsführung in der nordwestlichen Innenstadt könnte schon bald wieder rückgängig gemacht werden.

Nachdem bereits Pro Coesfeld in der jüngsten Ratssitzung gefordert hatte, zur alten Regelung zurückzukehren, hat sich nun gestern auch die CDU-Fraktion via Pressemitteilung dazu ausgesprochen – „nach sorgfältiger Prüfung“ der in der vergangenen Woche veröffentlichen Zahlen und Fakten aus der Verkehrszählung, wie es in der CDU-Mitteilung heißt.

Heute ab 17 Uhr wird sich der Planungsausschuss mit der Thematik befassen und eine Empfehlung für den Rat formulieren, der dann zwei Tage vor Heiligabend ab 18 Uhr eine Entscheidung treffen wird. Beide Sitzungen sind öffentlich.

Halten CDU und Pro Coesfeld an ihren Positionen fest, wird die Stadt aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Rat die Probephase vorzeitig beenden und zur alten Regelung zurückkehren müssen. Vor allem die Anlieger, die sich größtenteils gegen die aktuelle Situation ausgesprochen hatten, und auch einige Kaufleute, die bereits über Umsatzrückgänge geklagt hatten, dürfte die neue Aussicht freuen.

Die CDU begründet ihre Position wie folgt: „Die vom Planungsausschuss und vom Rat entwickelten Kriterien, die Verkehrsbelastung in der nordwestlichen Innenstadt zu reduzieren, wurden nicht erfüllt. Denn die Vorgabe aus dem Beschluss des Planungsausschusses von Mai 2010, den Durchgangsverkehr spürbar mindestens um 50 Prozent zu entlasten, konnte nicht erfüllt werden. Es waren 41 Prozent. Auch das zweite Ziel, dass der Verkehr nicht in benachbarte Wohnstraßen verdrängt werden soll, gelang in der Probephase nicht.“

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