Reparieren statt Wegwerfen - Coesfelder Repair Café öffnet Donnerstag erstmals 

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Martin Althoff (hinten von links), Stefan Bölte, Matthias Bücker, Sarah Rensner, Dr. Thomas Wenning, Karl-Heinz Sommer und Klaus Schepp stellten das Konzept des Repair Cafés gemeinsam mit einigen Schülerinnen und Schülern der Klasse fünf und der EF vor.

Coesfeld. Was macht man mit einem defekten Fahrrad, mit elektronischen Geräten oder mit anderen Gegenständen, die nicht mehr funktionieren? Wegwerfen? „Denkste!“, heißt die Antwort im Repair-Caf. Hier lautet die Parole: Reparieren statt Wegwerfen. Und so soll es auch bald in Coesfeld sein. Am Donnerstag, 26. Januar, öffnet das Coesfelder Repair Café im Werkraum des St.-Pius-Gymnasiums erstmals seine Türen. Jeder kann dort alleine oder mithilfe von Fachkräften kaputte Dinge wieder reparieren.

Das Repair Café Coesfeld ist ein Kooperationsprojekt der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC), des Vereins Interkulturellen Begegnungsprojekte (IBP) e.V. und des St.-Pius-Gymnasiums. „Es ist das erste gemeinsame Projekt“, verkündet Klimaschutzmanagerin Sarah Rensner vom Kreis Coesfeld. Die Zusammenarbeit habe sich angeboten. „Alle drei Partner sind Mitglied des Klimapakts. Unser Ziel ist es, Ressourcen einzusparen“, erklärt Rensner. Genau da setzt das Repair Café an.

„Wir sollten lernen, nicht immer alles wegzuwerfen“, so Stefan Bölte, Geschäftsführer der WBC. „Durch die IBP haben wir gute Fachkräfte mit an Bord. Die Kooperation mit einer Schule ist dabei das Sahnehäubchen oben drauf. Denn so werden viel mehr verschiedene Leute angesprochen, zum Beispiel auch Schüler.“

„Jeder bringt seine Ressourcen in der Kooperation ideal mit ein“, pflichtet Dr. Thomas Wenning, stellvertretender Schulleiter am Pius, bei. Das Repair Café ist eines von über 20 Projekten rund um Klima- und Umweltschutz am St.-Pius-Gymnasium, an dem Schüler teilnehmen können. Dort begann zum Schuljahr 2016/17 das „Ökologische Jahr“, in dem sich Schüler und Lehrer mit Klimaschutz auseinandersetzen.

„Es haben sich Schüler aus der Klasse fünf und der EF (Einführungsphase) freiwillig gemeldet, das Repair Café zu unterstützen“, sagt Klaus Schepp, Lehrer am Pius-Gymnasium. „Sie werden die Gäste in Empfang nehmen. Wir werden im Vorraum eine Art Cafeteria aufbauen, wo jeder Kuchen, Kekse und Kaffee gegen eine kleine Spende erwerben kann.“

Denn das Repair Café soll auch ein Ort der Kommunikation und des Kennenlernens sein. „Es ist nicht nur ein Beitrag im ökologischen Bereich, sondern auch einer im Pädagogischen“, erklärt Martin Althoff, Geschäftsführer der IBP.

Das Repair Café Coesfeld öffnet jeden vierten Donnerstag im Monat außerhalb der Schulferien im Zeitraum von 15.30 bis 18 Uhr im Werkraum des St.-Pius-Gymnasiums, Gerlever Weg 5 in Coesfeld. Geplant ist, dass immer vier Fachkräfte sowie mindestens acht Schüler anwesend sein werden. „Wir laden alle Interessierten ein, das Repair Café zu besuchen. Auch über Menschen, die sich gerne ehrenamtlich engagieren möchten, würden wir uns freuen“, betont Stefan Bölte.

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