Schlusssteinlegung an diesem Freitag um 18 Uhr auf dem Kirchplatz

Pfarrheim Anna Katharina soll Ort der Begegnung sein

Die Laurentiuskirche ist innen noch eine Baustelle, das neue Pfarrheim indes präsentiert sich bereits in neuem Gewand. Der Schlussstein wird an diesem Freitag gelegt.

Coesfeld. Wenn Pfarrer Johannes Hammans über das neue Pfarrzentrum der Anna-Katharina-Gemeinde spricht, dann fällt häufig das Wort „Begegnung“.

Sie soll an erster Stelle stehen im neuen Pfarrzentrum. „Es soll ein Bezugspunkt für die Gläubigen in der Stadt sein, ein Ort der Kommunikation“, formuliert Hammans das Anliegen. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Menschen es auch so annehmen!“

Erstmals begutachten können alle Gemeindemitglieder und interessierten Coesfelder das neue Pfarrheim an diesem Freitag, 13. Mai. Im Rahmen einer kleinen Feier samt Gottesdienst auf dem Kirchplatz wird dann symbolisch der Schlussstein gelegt. „Es ist der Grundstein der Laurentiuskirche“, so Hammans.

Rund ein Jahr nach dem ersten Spatenstich sind dann – bis auf ein paar kleine Details – die Bauarbeiten abgeschlossen. Die Kosten für das Projekt sollen sich auf rund 1,9 Millionen Euro belaufen.

Gemeindebücherei folgt

nach den Sommerferien

Prunkstücke des Pfarrheims, das bereits den Namen der Pfarrgemeinde „Anna Katharina“ trägt (im Gegensatz zur Laurentiuskirche bis zu deren Einsegnung nach den noch bis Jahresende laufenden Innenbauarbeiten), sind der lichtdurchflutete große Saal mit Blick auf den Kindergarten, der vorne am Kirchplatz gelegene Jugendraum (der nun auch für Feierlichkeiten angemietet werden kann) und das große Foyer des Pfarrheims, das die Besucher dank aufgeräumt, hell und freundlich willkommen heißt.

Hier soll nach den Sommerferien auch die neue Gemeindebücherei ihren Platz finden (noch gibt es zwei: Ludgerus und Laurentius). Raffiniert mit rollbaren Schränken konzipiert. „So etwas gibt es bisher noch nicht im Bistum“, sagt der Dechant nicht ohne Stolz.

Über den Kirchplatz führen verschiedene Eingänge ins Pfarrheim, das sich über 800 Quadratmeter umbaute Fläche erstreckt. Vor Kopf durch den Haupteingang geht es in Foyer, von dort links in die Kirche, geradeaus in den Saal, rechts zur Küche und zu den drei Gruppenräumen, wobei das Sozialbüro „Offenes Ohr“ auch direkt über einen separaten Zugang erreicht werden kann, ebenso wie auf der linken Hand die „Ludgeruskapelle“, ein Meditationsraum für Gruppengottesdienste zwischen Kirche und Kirchplatz. „Das Ganze ist bewusst angelegt wie ein Kreuzweg. Es ist ein Konzept der Durchlässigkeit“, freut sich Johannes Hammans über die stimmige Architektur.

Bis zur Schlusssteinlegung am Freitag soll das Pfarrheim weitestgehend bezugsfertig sein. Die ersten Gruppen (Kommunionhelfer, Kantorei und das Team des Sozialbüros) hatten bereits gestern Abend ihre Premiere in den neuen Gemeinderäumen. Nach und nach wird das Pfarrheim nun Heimat für viele weitere Gruppen der Pfarrgemeinde. Die hatten in den vergangenen Monaten in verschiedene Räumlichkeiten ausweichen müssen, fanden übergangsweise in der Marienburg, in Kindergärten oder im St.-Laurentius-Stift Unterschlupf. Dies ist nun vorbei. „Endlich haben wir wieder ein Pfarrheim“, so Hammans. „Und zwar ein sehr schönes!“

Freitag Gottesdienst und

kleiner Festempfang

Groß gefeiert werden soll erst zum Jahresende, wenn die Kirche sich ebenfalls im neuen Gewand präsentiert. Nun am Freitag, so Hammans, werde es auf dem Kirchplatz einen Gottesdienst, zudem Ansprachen, einen Auftritt des Kirchenchores und anschließend einen kleinen Empfang im großen Saal geben. Zudem natürlich die Möglichkeit, das Pfarrheim zu begehen und zu begutachten.

Optisch sind die Innenräume von den lebendig wirkenden „Anröchter“ Fliesen sowie ahornfarbenen Schränken und Türen geprägt. Der Klinker der Außenfassade ist sandsteinfarben und fügt sich gut in das Gesamtbild mit der weißen Kirche ein.

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