Tag der offenen Tür bei der Feuerwehrwache am Rottkamp an diesem Sonntag ab 11 Uhr

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Freuen sich auf das Feuerwehrfest an diesem Sonntag: Nico Bulenda, Magnus Jankowski, Jonas Robert und Tim Brüggemann.

Coesfeld. Was ist ein Rettungssatz? Wie benutzt man den Feuerwehrschlauch? Was ist eine Absturzsicherung? Wofür benutzt man Atemschutzgeräte? All das und noch viel mehr können Besucher beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr an diesem Sonntag, 16. September, ab 11 Uhr in der Feuerwache am Rottkamp 15 in Coesfeld lernen. Denn an diesem Tag öffnet die Feuerwehr Coesfeld ihre Türen und stellt ihre Tätigkeit etwas genauer vor.

Wir bieten ein umfangreiches Programm für Erwachsene und Kinder an“, erzählt Magnus Jankowski vom Orga-Team. Neben vielen Aktivitäten für Kinder wie zwei Hüpfburgen, einem Schminkstand, Air-Brush-Tatoos, Sandkästen und einem Soccer-Käfig wird das große Highlight die Fahrt mit dem Feuwehrauto sein. „Die Kinder können eine Runde mit uns im Feuerwehrauto durch das Gewerbegebiet drehen“, freut sich Jankowski. 

Zusätzlich werden auch einige Übungen vorgeführt. „Das Ablöschen einer Person wird eine kleinere Aktion sein“, erklärt Jonas Robert, ebenfalls vom Orga-Team. Damit die Besucher die Instrumente und Werkzeuge genauer unter die Lupe nehmen können wird ein Hilfeleistungslöschfahrzeug komplett ausgeräumt und jedes einzelne Werkzeug in ihrer Funktion und Benutzung erklärt. „Der Spreizer, der zur Rettung eingeklemmter Personen im Auto dient, kann in die Hand genommen werden, um das Gewicht kennenzulernen“, erklärt Michael Schulten, Mitglied des Orga-Teams. „Viele denken mit dem Spreizer kann nur grobe Arbeit erledigt werden, jedoch kann er auch für feine Arbeiten eingesetzt werden“, erläutert er. 

Im Rahmen von Führungen, die zu jeder halben Stunde stattfinden, können unter anderem auch die Ruheräume, das Nachrichtenzentrum und der Fuhrpark besichtigt werden. 

„Wir werden auch unsere Drehleiter vorführen und Leute vom Dach retten“, erzählt Nico Bulenda vom Orga-Team. „Und eine Fettexplosion zeigen wir“, fügt Jankowski hinzu, „alle weiteren Aktionen verraten wir aber noch nicht“, grinst er. 

Ebenfalls werden die Besucher über wichtige Fragen des Brandschutzes informiert. Dazu dienen unterschiedliche Stände, die zum Beispiel Tipps geben, um einem Brand zu Hause vorzubeugen. 

„Die Feuerwehr ist von elementarer Bedeutung und wird von der Tenzend sogar noch wichtiger“, weiß Jankowski. „2017 hatten wir 370 Einsätze im ganzen Jahr, dieses Jahr sind wir jetzt schon – obwohl noch vier Monate fehlen – bei 331 Einsätzen“, fügt Michael Schulten hinzu. „Die letzten fünf Jahre sind die Einsatzzahlen pro Jahr um je 30 Einsätze angestiegen“, gibt Jankowski zu bedenken. 

Für das leibliche Wohl der Gäste an diesem Sonntag ist ebenfalls gesorgt. Neben Getränken wird ein Pommes- und Currywurststand den Hunger der Besucher stillen. 

Die Feuerwehr besteht zum großen Teil aus ehrenamtlichen Mitarbeitern. „In Coesfeld arbeiten 110 Ehrenamtliche bei der Feuerwehr, in Lette 40. Daneben gibt es 11 Hauptamtliche“, klärt Jankowski auf. „Wir freuen uns immer über neue Mitglieder“, sagt er. „Man muss nur gesundheitlich für den Beruf geeignet sein“, so Jankowski. „Wir haben auch eine Jugendgrppe von zwölf bis 18 Jahre, sodass die Tätigkeit altersunabhängig ist“, fügt Jonas Robert hinzu. 

Neben der gesundheitlichen Eignung ist eine Grundausbildung erforderlich, die bei der Feuerwehr absolviert werden kann. „Diese erfodert 70 Übungsstunden und einen Erste-Hilfe Kurs. Danach bekommt man einen Pieper“, erklärt Nico Bulenda. „Am schönsten ist bei uns die Kameradschaft. Auch nach den Einsätzen sitzt man zusammen, grillt und spricht auch über persönliche Dinge“, so Tim Brüggemann vom Orga-Team. 

„Jeder funktioniert mit jedem, jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen, Jüngere lernen von Älteren und umgekehrt“, so Schulten. „Wir sind eine Gemeinschaft und jeder wird mit offenen Armen empfangen“, ergänzt Brüggemann.

Typisierungsaktion
Wenn Sie uns rufen, kommen wir sofort und nicht alleine! Mit diesem Satz wirbt die Feuerwehr Coesfeld, die am Sonntag, 16. September, ab 11 Uhr ihre Türen öffnet und zeigt, was sie kann: Leben retten. Und das nicht nur als Feuerwehrmänner. Mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellenspenderdatei, will man auch Leukämie- und Tumorkranken helfen. Wer sich als Stammzellspender registrieren lassen will, kann dies am Sonntag tun. Am Stand der Stefan-Morsch-Stiftung werden in einem Gesundheitsfargebogen die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt - etwa schwere Vorerkrankungen. Danach wird eine Speichelprobe entnommen, im Labor der Stiftung analysiert und die für eine Transplantation wichtigen Gewerbemerkmale, Alter und Geschlecht in der Spenderdatei der Stiftung pseudonymisiert hinterlegt. „Diese Spende rettet Menschenleben“, so Dominik Möller, Pressesprecher der Feuerwehr.

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