Heriburg-Gymnasium und VHS Coesfeld kooperieren

An die NS-Zeit erinnern

Wilfried Schönberger, Schulleiter des Heriburg-Gymnasiums, und VHS-Leiterin Dr. Mechtilde Boland-Theißen laden zu einer Veranstaltungsreihe ein.

Coesfeld. Ein gemeinsames Projekt haben das Heriburg-Gymnasium und die Volkshochschule Coesfeld an den Start gebracht: Mit der Veranstaltungsreihe „verfolgt – vergessen – entschädigt“ erinnern sie an die Verfolgten in der Zeit des Nationalsozialismus.

Bereits kurz nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler wurde die „Aktion wider den undeutschen Geist“ durch die Deutsche Studentenschaft durchgeführt. Sie mündete in die öffentliche Verbrennung von Büchern jüdischer, marxistischer und friedensliebender Autoren am 10. Mai 1933. Das ist nun 80 Jahre her.

Aus der Distanz muss stets die Frage aktuell bleiben: Wie konnte das geschehen? Was hat Propaganda gewirkt? Was geschah mit den überlebenden Opfern? Wurden sie wirklich entschädigt? Geht das überhaupt?

Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich die Referenten in Dialog und musikalischer Weise auseinander. Der Start ist am 14. Februar um 19 Uhr mit dem Vortrag „Bürokratische Bewältigung“ von Dr. Julia Volmer-Naumann im Heriburg Gymnasium. Fortgesetzt wird die Reihe am 28. Februar mit Ernst Schreckenberg, bei dem ab 19 Uhr im WBK Forum das Filmpropaganda in der NS-Zeit im Mittelpunkt steht.

Musikalisch wird es am 7. März im Heriburg Gymnasium. Zur Erinnerung an die vergessenen Dichterinnen laden Katja Lämmerhirt (Lesung) und Frank Westerdorff (Piano/Fagott) um 19 Uhr ein. Parallel regt die Wanderausstellung „Widerstände gegen den Nationalsozialismus im Münsterland“ zum Nachdenken an. Die Ausstellung wurde herausgegeben im Auftrag des Fördervereins der Villa ten Hompel. Sie ist vom 18. Februar bis 1. März (während der Schulzeit) im Heriburg Gymnasium zu sehen. Vom 2. bis 15. März kann diese in der Synagoge, Weberstraße 7, zu den gewohnten Öffnungszeiten sowie nach Vereinbarung besichtigt werden. Für alle Vorträge (nicht die Ausstellung!) fällt ein Eintrittsgeld an (Schüler sind ermäßigt).

Es wird jeweils um Anmeldung bei Kerstin Zimmermann in der VHS unter (02541) 94810 gebeten.

Streiflichter-Ausgabe vom 30.1.2013

Von Sebastian El-Saqqa

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