Ausstellungseröffnung am Samstag

Neuerwerbungen im Glasmuseum

Abstrakte Kunst I: das aus geblasenen und geschnittenen Glasteilen zusammengesetzte Werk „Between Fragment and Whole“ von Jeannet Iskandar aus Dänemark. Foto: Poul Ib H

Lette. „Mit Glas zu arbeiten, offeriert mir eine unbegrenzte Vielfalt an Möglichkeiten.“ So beschreibt die Schweizer Künstlerin Veronika Suter die Welt des Glases.

Ihre freundlich, keck, aber auch ernst schauende „Zaungäste“ begrüßen die Besucher des Glasmuseums in Lette nun draußen auf dem Weg zum Museumseingang. Denn sie gehören zu den „Neuerwerbungen 2013“, die ab Samstag, 25. Januar, in der neuen Ausstellung zu sehen sind. Eröffnung ist am Samstag um 15 Uhr.

Stets sei bei der Suche nach neuen Objekten für die Glassammlung festzustellen, dass das Material und Medium Glas eine schier unendliche Fülle von Optionen birgt, heißt es in einer Pressemitteilung. Offen, unvoreingenommen und flexibel auf künstlerische Erlebnisse zu reagieren, sei oberste Prämisse.

In der neuen Ausstellung präsentiert die Ernsting Stiftung Alter Hof Herding die spannenden Ergebnisse der Entdeckungsreisen 2013. Rund 60 neue Arbeiten sind fast wie im Uhrzeigersinn von Künstlern aus ganz Europa erworben worden: Dänemark, Schweden, Polen, Tschechien, Slowakei, Bulgarien, Italien, Schweiz, Frankreich, Deutschland, Niederlande und England.

Das Hauptgewicht liegt diesmal bei skulpturalen Arbeiten. Es sind teils abstrakte Werke wie das leuchtend blaue „Propagate“ der britischen Künstlerin Shelley Doolan oder das aus einer Vielzahl von geblasenen und geschnittenen Glasteilen zusammengesetzte „Between Fragment and Whole“ von Jeannet Iskandar aus Dänemark. Aber auch Figurales ist dabei, etwa das geheimnisvolle „Portrait“ des Bulgaren Hari Arabyan.

Zwei weitere Ausstellungen für 2014 stehen schon fest: Im Frühjahr wiederholt das Museum das Thema Lampenglas und hat drei Meister ihres Faches eingeladen: Anne Jeitz und Alain Calliste aus Luxemburg sowie ihren deutschen Kollege Jörg Hanowski. Eigens für die Ausstellung werden sie ein Gemeinschaftswerk erarbeiten. International geht es im Sommer weiter: Künstler aus Estland stellen ihre bemerkenswerte Arbeiten vor, die sich abseits der traditionellen Glashochburgen ganz eigenständig entwickelt haben.

SL-Ausgabe vom 22.1.2014

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