Mobiler Imbiss in Coesfel

Schritt in die Selbstständigkeit mit 21 Jahren: Konstantin Kopp übernimmt Imbiss Terwey 

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Ursula und Hubert Terwey haben ihr Imbiss-Geschäft im Juli dieses Jahres an Konstantin Kopp übergeben.

Coesfeld. Der Sprung in die Selbstständigkeit ist für Konstantin Kopp kein Sprung ins kalte Wasser. Dafür sorgen Hubert und Ursula Terwey. Im Juli dieses Jahres haben sie ihr Imbiss-Geschäft an den 21-jährigen Coesfelder verkauft. Für den jungen Mann ist ein Traum in Erfüllung gegangen: die Selbstständigkeit. Ehepaar Terwey freut sich, dass ihr Lebenswerk nicht geplatzt ist. Ihre eigenen Kinder wollten den Betrieb nicht übernehmen, weil sie andere berufliche Interessen haben. Einfach schließen kam für das Ehepaar nicht in Frage. „Es steckt ein bisschen Herzblut in dem Imbiss darin“, sagt Hubert Terwey mit leuchtenden Augen.

Dass ihr Nachfolger das Geschäft in ihrem Sinne weiterführen kann, davon ist das Ehepaar Terwey überzeugt. „Er tickt wie wir“, so Ursula Terwey. „So ist es“, pflichtet ihr Konstantin Kopp bei. Seit fünf Jahren arbeitet er beim Imbiss Terwey – erst als Aushilfe parallel zu seiner Ausbildung als Maurer und ein Jahr vor der Übernahme dann in Festanstellung. 

Denn bis dato stand der Jungunternehmer zum Verkauf „nur“ in den Imbisswagen und kannte lediglich die Vor- und Nachbereitung. Einblicke in den Bürokram hatte er noch nicht, das wurde intensiv nachgeholt. Ein Back-up hat er: das Ehepaar Terwey. Geändert haben sich nun die Rollen. „Seit dem 1. Juli ist er mein Chef“, so Ursula Terwey. Im Jahr 1989 übernahm sie mit ihrem Mann die Gaststätte „Zum Anker“ in der Kupferstraße, dort, wo jetzt die Geschäftsstelle der Streiflichter ist. 

Als der Imbiss auf der gegenüberliegenden Seite leer stand, haben sie ihn übernommen. In den Hotelzimmern der Gaststätte wohnten damals Monteure. „Da wir nur Garni hatten, konnten sie drüben essen“, so Hubert Terwey augenzwinkernd, der damals noch hauptberuflich Tankwagenfahrer war. Anfang der neunziger Jahre verkauften sie zur Weihnachtszeit erstmalig vor der Kupferpassage ihre herzhaften und süßen Leckereien. Denn neben der Schlemmerplatte ist der Imbiss Terwey auch bekannt durch seine Crêpes. 

Ihren ersten mobilen Imbisswagen kauften Terweys 2002. „Ab 2008 sind wir nur noch mobil unterwegs gewesen“, so Ursula Terwey. Sieben Verkaufswagen und die Halle haben sie an ihren Nachfolger übergeben. Und das mit dem Gewissen, dass ihr „Kind“ in guten Händen liegt.

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