Neue Pflegeschulungseinrichtung

Der Name ist Programm: „carecampus Pflegeakademie im Kreis Coesfeld“

+
Christian Germing (links) und Dr. Mark Lönnies stellten den neuen Namen und das neue Logo der künftigen Pflegeakademie im Kreis Coesfeld vor.

Kreis Coesfeld. Der Rot-Farbton entspricht der Farbe des Caritas-Logos, die beiden halboffenen Kreise können an das Logo des Kreises Coesfeld erinnern, aber auch Assoziationen an schützende Hände wecken. Und auch außerhalb Deutschlands verständlich ist der Name im Logo: „carecampus“, ergänzt um „Pflegeakademie im Kreis Coesfeld“. Kurz: Der neue Name der neuen Pflegeschulungseinrichtung im Kreis Coesfeld ist Programm.

Am Mittwoch stellten Christian Germing, Vorstand des Caritasverbands für den Kreis Coesfeld und Geschäftsführer der Schule für Pflegeberufe in Dülmen, sowie Dr. Mark Lönnies, Geschäftsführer der Christophorus-Trägergesellschaft und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Schule für Gesundheitsberufe in Coesfeld, den neuen Namen der neuen Pflegeakademie vor und gleichzeitig auch das von der Agentur Bruderherz in Coesfeld entwickelte Logo.

Die neue Pflegeakademie entsteht aus der Fusion der bisherigen in der Altenpflegeausbildung tätigen Schule für Pflegeberufe der Caritas in Dülmen und der in Coesfeld ansässigen und in der Ausbildung von Krankenhauspflegekräften tätigen Schule für Gesundheitsberufe der Christophorus-Kliniken.

Neue gesetzgeberischer Vorgabe

Hintergrund ist, dass nach gesetzgeberischer Vorgabe ab Anfang 2020 Pflegekräfte eine dreijährige generalistische Ausbildung durchlaufen und nicht wie bisher etwa alternativ eine Kranken- oder eine Altenpflegeausbildung. Ausbildungsabsolventen der künftigen gemeinsamen Ausbildung tragen dann die Berufsbezeichnung Pflegefachfrau/Pflegefachmann.

„Wir begrüßen die neue Form der generalistischen Ausbildung. Das ermöglicht eine größere Flexibilität. So ist es beispielsweise künftig problemlos machbar, eine halbe Stelle im Krankenhaus zu haben und zusätzlich ein paar Stunden bei einem ambulanten Pflegedienst zu arbeiten“, so Dr. Mark Lönnies.

Hauptstandort im früheren Post-Gebäude

Die neue Pflegeakademie wird zwecks Wohnortnähe zwei Standorte haben: Coesfeld und Dülmen. Der Hauptstandort ist im früheren Gebäude der Deutschen Post in der Coesfelder Innenstadt. Hier gestaltet der Investor derzeit im ersten Obergeschoss 1700 Quadratmeter nach den Vorschlägen der Pflegeakademie.

Fertiggestellt werden die neuen Räume, die etwa doppelt so groß sind wie die bisherigen Räume der Pflegeschule in Goxel, laut Plan noch in diesem Jahr. Zweiter Standort ist der von der Caritas-Altenpflegeschule in Dülmen genutzte und auf Dauer noch zu modernisierende Schulstandort unweit der Heilig-Kreuz-Kirche.

„In diesem Jahr werden wir im Herbst noch drei neue Kurse nach den bisherigen Ausbildungstypen neu starten – ein Krankenpflegekurs in Goxel, zwei Altenpflegekurse in Dülmen“, kündigen Christian Germing und Dr. Mark Lönnies an; die ab 2020 startenden Kurse folgen dann dem Prinzip der Generalistik. Künftig werde zusätzlich im Frühjahr ein weiterer Kursstart angeboten.

Zehn Gesellschafter aus dem kirchlich-caritativen Bereich

Mindestbausteine in der generalistischen Pflegeausbildung sind Pflege im Krankenhaus, in der Kinderkrankenpflege, in der Psychiatrie, in der stationären und der ambulanten Altenpflege. Die zeitlichen Umfänge der Praxis und der Theorie innerhalb der Ausbildung halten sich in etwa die Waage. Die Praxis-Zeiten der Ausbildung finden in insgesamt 50 stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen statt, die mit der neuen Pflegeakademie kooperieren.

Getragen wird die Pflegeakademie von zehn Gesellschaftern aus dem kirchlich-caritativen Bereich: Caritas, Christophorus-Kliniken und acht stationären Altenpflegeeinrichtungen, die gemeinsam mit der Pflegeakademie die Pflege stärken möchten – auch, indem dort künftig Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten werden. Ziel ist, mit Erfolg dem Pflegenotstand zu begegnen.

„Pflege – das ist bei weitem nicht nur ,satt und sauber’, das ist eine hochqualifizierte Tätigkeit“, so Christian Germing. Mit folgender Bezahlung: Erstes Ausbildungsjahr gut 1000 Euro, zweites Ausbildungsjah 1100 Euro, drittes Ausbildungsjahr 1200 Euro. Berufsanfänger in der Krankenhauspflege haben ein Bruttogehalt von 2900 Euro, Erfahrene ein Gehalt von bis zu 3500 Euro. Im Schichtdienst und bei einer Sechs-Tage-Woche.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare