Coesfelder Pflegeeinrichtungen nehmen an „EQMS“ teil

Mehr Transparenz bei der Heimplatzsuche

Sabine Tenambergen (links), Leiterin des St.-Laurentius-Stifts, und Katrin Stapenhorst, Mitarbeiterin Qualitätsmanagement der Christophorus-Trägergesellschaft. [aK]Foto: R. Kübber[eK]

Coesfeld/Nottuln. „2011 nahm das St.-Katharinen-Stift freiwillig am ‚Ergebnisorientierten Qualitätsmodell Münster (EQMS)' teil, ab 2012 schlossen sich das St.

-Laurentius- und das St.-Elisabeth-Stift an“, so Sabine Tenambergen, Leiterin des St.-Laurentius-Stifts und Bereichsleiterin für alle drei Altenheime. Seit 2009 werden diese drei Einrichtungen bereits jährlich gesetzlich vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüft. Die Ergebnisse seiner Qualitätsprüfungen stellt der MDK als Pflegenoten ins Internet. Der landesweite Durchschnitt ist zurzeit 1,1. „Ein solches Ergebnis hilft den Heimplatzinteressenten nicht. Dagegen liefert das EQMS gute Hinweise für interne Verbesserungen.“

Es gebe gravierende Unterschiede, zum Beispiel würden beim EQMS in die Erhebung alle Bewohner einbezogen, der MDK ziehe nur eine Stichprobe von zehn Prozent, die bei der eigenen Qualitätsentwicklung wenig nützten. „Das Gute beim EQMS ist, dass zweimal jährlich in einer Vollerhebung geschaut wird, wie die Entwicklung ist und welche Unterschiede es gibt. So wird die gesamte Bewohnerschaft beispielsweise zum Bereich Mobilität befragt, und nach einem halben Jahr wird hier auf Verbesserungen oder Verschlechterungen geprüft. Es werden nur Kriterien einbezogen, die die Einrichtung beeinflussen kann. Beim MDK findet dagegen kein Vergleich statt, hier wird nur eine jährliche Stichtagserhebung durchgeführt“, so Tenambergen.

Ein weiterer Unterschied sei, dass beim EQMS sowohl eine vollständige Bewohner- als auch Angehörigenbefragung stattfinde. Ihr Fazit: „Die MDK-Kriterien sind wenig geeignet, das interne Qualitätsmanagement weiterzuentwickeln. Aus den Kriterien des EQMS können wir mehr lernen und bekommen Denkanstöße durch detailliertere Ergebnisse.“

SL-Ausgabe vom 29.1.2014

​Von Reinhold Kübber

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