Aktionstag zum Thema „Suchtpräsention“ am Pictorius-Berufskolleg

Malen, musizieren und mehr

Action-Painting: Kunterbunte Bilder erstellten gestern einige Schüler vom Pictorius-Berufskolleg.

Coesfeld. Fünf Mädels in Kitteln tragen eine Leinwand, an der mit Farbe gefüllte Luftballons hängen.

Sobald die Leinwand aufgestellt ist, schnappen sich die Schülerinnen Dartpfeile und zielen damit auf die Farbballons. Und peng! Der erste Ballon platzt. Jubel bricht aus und lila Farbe läuft über die Leinwand. Peng! Ballon zwei ist getroffen. Nun verteilen sich gelbe Farbstriche auf dem Bild... So geht es weiter bis alle Luftballons leer sind und ein buntes Werk entstanden ist. Action-Painting nennt sich diese Art des Malens.

Schüler wählten aus

15 Workshops drei aus

Im Rahmen eines Aktionstages am Coesfelder Pictorius-Berufskolleg zum Thema „Suchtprävention“ konnten gestern alle neuen Schüler an unterschiedlichen Workshops teilnehmen. „Wir wollten nicht nur über die Gefahren von Alkohol und Drogen informieren oder drohend den Zeigefinger erheben, sondern durch eine große Alternativen aufzeigen, sie Spaß machen, aber auch einen Kick vermitteln“, sagt Klaus Schneider, Stellvertretender Schulleiter am Pictorius-Berufskolleg. Somit war der Action-Painting-Kurs nur ein Workshop von vielen. Insgesamt gab es 15 Angebote unter Leitung von Lehrern oder externen Experten. Dabei wurde getrommelt und gesungen, geklettert und jongliert. Außerdem konnten die Schüler alkoholfreie Cocktails zubereiten, Taiji und Capoeira ausprobieren oder ihr Geschick auf der Slackline auf die Probe stellen. Zu Beginn des Schuljahres wählten die Schüler jeweils drei der Workshops aus.

„Wer weiß, vielleicht hat dabei ja sogar der ein oder andere ein neues Hobby gefunden?“, meint Klaus Schneider. „Denn wer ein ausfüllendes Hobby hat, kommt nicht so schnell auf die Idee zu Alkohol oder Drogen zu greifen.“ Und den rund 500 Schülern gefiel der Aktionstag ausgesprochen gut. So hatten zum Beispiel sowohl Michele Wiesmann als auch Dominik Klöcker viel Spaß am Action-Painting: „Das war richtig gut.“ Auch Alina Fromme begeisterte es, mit Dartpfeilen auf Farbballon zu zielen. Die 17-jährige Roruperin merkte aber auch an: „Es war schon schwer, mit den Pfeilen die Ballons zu treffen. Aber auch im Leben ist es ja nicht immer einfach. Und auch dann kann man nicht einfach aufgeben.“ Damit scheint sie ebenso wie die anderen Mädchen ihrer Gruppe, die zustimmend mit dem Kopf nicken, die Intention der Workshops verstanden zu haben.

Marvin Eynck nahm unter anderem an dem Kurs „Come and Drum – Percussion, die ins Blut geht“ teil. Er lernte: Musik machen macht schlau. „Am schwierigsten ist es, mit allen im Rhythmus zu trommeln“, meinte der 16-jährige Schüler und fügte hinzu, dass es für ihn als Schlagzeuger aber gut machbar sei.

Aktionstag ist eine von

vielen Veranstaltungen

Auch die Schüler, die sich auf die Slackline trauten, waren begeistert. Ihr Urteil, wie es war, auf einem wackligen Seil die Balance zu halten: „Lustig, unterhaltsam, interessant, spaßig, neu und mal was ganz anderes.“ Sie alle hätten die Aufgabe als Herausforderung gesehen und waren froh, es geschafft zu haben. Leiter Ole Hein machte nochmals deutlich, dass es beim slacklinen immer wieder Stürze gebe – wie im normalen Leben. Und dass man sich davon nicht beeindrucken lassen solle und stets weitermachen müsse.

Klaus Schneider betonte, dass der Aktionstag in einer Reihe von Veranstaltungen stünde: „Dabei geht es uns um die Prävention. Wir wollen was unternehmen – und das nicht erst, wenn es schon zu spät ist.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare