Lesung aus Briefroman am 5. März in evangelischer Kirche

Lesung
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Rosemarie Niemeier freut sich auf die Lesung aus „Adressat unbekannt“ in der evangelischen Kirche.

Coesfeld. „Luther und die Juden – das ist ja durchaus ein heikles Thema“, meint Rosemarie Niemeier. Die Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde weiß, dass Luthers Umgang mit Juden häufig kritisiert wird. Gerade deshalb sei es auch wichtig, sich damit zu beschäftigen. „Wir wollen natürlich nicht behaupten, dass das nicht so gewesen wäre. Das wäre ja ganz falsch. Aber es gehört zu unserer Geschichte dazu und deshalb müssen wir dazu stehen.“

An diesem Sonntag, 5. März, findet um 18 Uhr eine Lesung in der evangelischen Kirche aus dem Buch „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor statt. Pfarrer Lothar Sander und Dr. Gerhard Niemeier lesen das Werk, das bereits 1938 veröffentlicht wurde, komplett durch. Die Lesung soll ungefähr eine Stunde dauern und fand 2015 schon einmal statt.

In dem Buch wird ein Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden zur Zeit der Machtergreifung Hitlers beschrieben. Die Naziideologie entzweit die beiden Freunde mit der Zeit immer mehr.

„Es ist natürlich ein sehr trauriges Thema. Deshalb wird die Lesung wohl auch beeindruckend“, so Rosemarie Niemeier. „Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, werden wir auch ein Glas Wein anbieten.“ Am Samstag, 19. März, wird das Thema „Luther und die Juden“ in einer Predigt der Reihe „Gottesdienst für Ausgeschlafene“ erneut von Pfarrer Sanders aufgegriffen.

Der Eintritt zu der Lesung kostet drei Euro – das Geld fließt in die Sanierung der Sakristeien in der Kirche. Außerdem kann das Buch im Anschluss an die Lesung für 10 Euro erworben werden.

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