David Schumacher erhielt von Sto-Stiftung Werkzeugkoffer und Bildungspaket

„Lernen lohnt sich ja doch“

Maler- und Lackierer-Azubi David Schumacher, Berufsschüler am Pictorius-Berufskolleg, mit seinem neuen Werkzeugkoffer, links Klassenlehrerin Sarah Blenker.

Coesfeld. „Lernen lohnt sich ja doch“, hatte sein Schulkollege Arthur Böhm gesagt, als er den Koffer sah.

Es war ein ganz besonderer Werkzeugkoffer, den Sarah Blenker, Klassenlehrerin der GM1 („Gestaltung, Maler“, Fachklasse Maler und Lackierer im dritten Ausbildungsjahr) am Pictorius-Berufskolleg Anfang Dezember an David Schumacher überreichte. „Die Sto-Stiftung will besonders talentierte Maler fördern und die besten Schüler auf die Gesellenprüfung vorbereiten“, erklärte sie. Der Coesfelder habe auf dem letzten Zeugnis einen Notendurchschnitt von 1,4 erzielt.

Am 12. September traf ein Schreiben an die Fachbereichsleiter Farbtechnik und Raumgestaltung des Pictorius ein. „Die Besten zu fördern und die wirtschaftlich Schwächeren zu unterstützen ist Intention der Sto-Stiftung“, hieß es darin, wobei darum gebeten wurde, zu Beginn des dritten Ausbildungsjahres je Klasse einen Schüler mit einer Durchschnittsnote des zweiten Berufsschul-Jahreszeugnisses von mindestens 2,4 der Stiftung zu melden. Die ersten gemeldeten 100 Schüler aus ganz Deutschland sollten jeweils mit Sachwerten im Wert von fast 2 000 Euro gefördert werden, im ersten Schritt mit einem Werkzeugkoffer und einem Bildungspaket mit Büchern zur Prüfungsvorbereitung im Wert von rund 800 Euro.

Jetzt ist David Schumacher Anwärter für den zweiten Förderteil: ein Bildungspaket mit Fachzeitschriften, -büchern und einem iPad mit Jahresvertrag im Wert von 1 200 Euro. Voraussetzung: Mindestnotendurchschnitt von 2,4 auf dem Halbjahreszeugnis. „Das Zeugnis wird eingereicht, im April kommt das ipad“, ist sich Klassenlehrerin Blenker sicher.

„Für die Prüfungsvorbereitung durfte ich in meiner Ausbildungsfirma Ewering in Groß Reken zwei Wochen lang die Räume der Sanitäranlagen neu gestalten“, so der 23-jährige angehende Maler und Lackierer, der den Kofferinhalt schon gut nutzte. Nach Ablegen der Gesellenprüfung erhalten die erfolgreichen Gesellen eine Einladung zu einem Weiterbildungsseminar der Stiftung und werden über Fördermöglichkeiten wie Meisterprüfung und Studium unterrichtet. „Das Ziel ist die Gewinnung von Führungskräften in Handwerk und Industrie.“

Streiflichter-Ausgabe vom 16.1.2013

Von Reinhold Kübber

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