Evangelische Kirchengemeinde startet Sonntag Spendenaktion

Leckeres und Schönes für die Kirche

Stellten die Spendenaktion für die Evangelische Kirche am Markt vor: (von links) Alexander Arend von der Werbeagentur Bruderherz, Inge Walfort von 123 rad Walfort, Pfarrerin Birgit Henke-Ostermann, Rosemarie Niemeier, Vorsitzende des Presbyteriums und Tobias Terwey von der Genießerei. [aK]Foto: Kötters[eK]

Coesfeld. Die Evangelische Kirche am Markt – eine Ruine? Die Gemeinde hat sich endgültig von diesem schrecklichen Zukunftsszenario verabschiedet und will die Renovierung angehen.

„Ruinee“ (kurz für: „Ruine? Nee!“) steht deshalb auf einem neuen Logo. Es ziert Produkte, die Coesfelder Geschäftsleute und die Gemeinde in den kommenden Wochen und Monaten zugunstender Kirche verkaufen werden.

Den Startschuss für den Verkauf gibt die Evangelische Kirche an diesem Sonntag, 27. Oktober, im Gottesdienst, der um 10 Uhr in der Kirche im Markt beginnt. Schirmherr der Aktion ist Bürgermeister Heinz Öhmann. Selbst nach den Gottesdiensten verkaufen möchte die Gemeinde im Rahmen der Aktion einen Regenschirm mit dem „Ruinee“-Logo. „Das passt sehr gut dazu, dass wir ja zunächst das Dach unserer Kirche sanieren möchten“, sagt Rosemarie Niemeier, Vorsitzende des Presbyteriums.

In den Coesfelder Geschäften und auch in der Kirche, wenn sie nach den Gottesdiensten geöffnet ist, sind folgende Benefiz-Artikel erhältlich: Brot zugunsten der Aktion bietet die Bäckerei Ebbing an, bei Foto Heuermann gibt es zum Teil unbekannte, gerahmte Bilder und Poster der Kirche mit Außen- und Innenansichten. Im Weingeschäft Dieninghoff gibt es einen speziellen Wein und in der Genießerei Terwey Kaffee und Schokolade. 123 rad Walfort verkauft Fahrradartikel und auch die Werbeagentur Bruderherz unterstützt die Gemeinde – sie hat das Logo zur Aktion gestaltet und unterhält die Internetseite.

Auch bei Aktionen rund um die Kirche soll der eine oder andere Euro zusammenkommen. Beispielsweise soll das Gotteshaus während des Weihnachtsmarktes als „Ruhepol“ am Marktplatz geöffnet sein.

Insgesamt 600 000 Euro sind in einem ersten Schritt nötig – und damit kann die Gemeinde zunächst nur das Nötigste an der Kirche reparieren: Ein neues Dach kommt drauf und die Fassade wird mit einem Netz gesichert, damit marode Sandsteinelemente nicht nach unten fallen. Die Arbeiten beginnen wahrscheinlich schon in diesem Jahr.

SL-Ausgabe vom 23.10.2013

Von Thilo Kötters

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