Kulturelles Multitalent: Romina Küper tanzt, singt und spielt Theater

Ein Leben mit der Bühne

Bevor die Premieren beginnen, steht eine Menge Training und Übung auf dem Programm: Romina Küper (rechts) studiert den Schauspieltext mit Freundin Janita ein.

Coesfeld. 26 Stunden Training – tanzen, Songtexte lernen, Choreografien einstudieren: Ein solches Zusatzprogramm hatten wohl die wenigsten Abiturienten „nebenbei“ zu bewältigen, während sie in der Klausurenphase für die Schulprüfungen standen.

Eine Schülerin des Nepomusenums hatte jedoch genau das auf ihrem Plan stehen: Romina Küper ist schon seit sieben Jahren bei der Freilichtbühne Coesfeld aktiv und tanzt in diversen Vereinen, seit sie drei Jahre alt ist. „Natürlich waren die vergangenen Monate echt anstrengend, aber irgendwie überwog für mich doch immer wieder die Freude am Tanz“, sagt die 19-Jährige.

Schon als kleines Kind machte die Coesfelderin die ersten Tanzschritte, mit elf Jahren nahm sie Ballett-Unterricht. Wie ihre Leidenschaft für den Tanz und das Schuspiel entstanden ist? Romina Küper hat sofort eine Antwort auf Lager: „Als junges Mädchen haben mich die schönen bunten Kostüme und vor allem die Geschichten an der Bühne fasziniert. Und beim Tanzen gefällt es mir einfach, meine Gefühle durch Bewegung ausdrücken zu können. Außerdem gelingt mir dabei der Ausgleich zum Alltag sehr gut.“

Neben der sportlichen Beschäftigung habe es an der Freilichtbühne bei den intensiven Proben viele Möglichkeiten gegeben, gute Freundschaften zu schließen.

In ihrer langjährigen Bühnenerfahrung spielte sie schon mehrere Hauptrollen wie Peter Pan 2009 oder das Bengelchen in „Hallo, lieber Gott“ 2010. Letztere war auch ihre Lieblingsrolle, weil „ich dort meiner Kreativiät freien Lauf lassen konnte und während der Stücke etwas improvisieren durfte“. Im diesjährigen Abendmusical „Der Kleine Horrorladen“ spielt sie allerdings eine Rolle ohne Sprechtext. Die Abiturvorbereitungen hatten doch zu zeitlichen Einschränkungen geführt.

Nachdem sie nun das Abi in der Tasche hat, begleitet Romina, die nebenbei noch Balettunterricht gibt, das kulturelle Bühnenleben weiter. Im Herbst wird sie ein dreimonatiges Praktikum bei einer Kostümbildnerin im Dortmunder Stadttheater machen. „Schön daran ist, dass ich zusätzlich in alle Proben während des Praktikums reinschnuppern kann. Und wer weiß, vielleicht darf ich ja auch ein Kostüm entwerfen“, freut sich die 19-Jährige auf die kommenden Monate. Anschließend strebt sie ein Studium im kulturellen Bereich an.

Übrigens: Nach der Sommerpause ist „Der kleine Horroladen“ auf der Freilichtbühne ab dem 12. August in diesem Jahr noch acht Mal zu sehen, das Familienmusical „Simba, König der Löwen“ ab dem 14. August noch sieben Mal. Infos unter www.freilichtbuehne-coesfeld.de.

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